Silverstone: Auswertung der LMP2-Klasse

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Die WEC startete mit einem atemberaubenden Rennen in die neue Saison. Neben dem Gesamtsieg von Audi Sport sorgte vor allem die russische Mannschaft G-Drive für aufsehen in der LMP2-Klasse.

Das Wochenende hätte für das G-Drive Team nicht besser laufen können. Bereits beim Freitag-Training siedelte man sich an der Spitze des Feldes an. Beflügelt von diesem Start ins Wochenende fuhr G-Drive im Qualifying mit beiden Fahrzeugen in die erste Startreihe. Als Vizemeister von 2014 wusste man diese Ausgangsposition natürlich bestens auszunutzen. Nach einem mittelmäßigen Start musste G-Drive erst den zweiten Platz und wenig später sogar die Führung an Verfolger KCMG abgeben. Nach minutenlangen Dreikämpfen um die Führung, konnte Sam Bird im Auto #26 den ersten Platz wieder holen. Am Ende konnte G-Drive die Führung verteidigen und mit beiden Fahrzeugen das Podest erreichen. Neueinsteiger Extreme Speed Motorsports (ESM) #30 komplettiert das erste Podium der Saison.

Allerdings schien dieses Ergebnis für ESM nach einer Reparatur in weiter ferne. Doch die komplette Konkurrenz, abgesehen von G-Drive, hatte ebenfalls Probleme mit den verbesserten LMP2-Boliden, was der amerikanischen Mannschaft in die Karten spielte. Strakka Racing lag nach einem längerem Aufenthalt in der Box sieben Runden hinter dem drittplatzierten Extreme Speed Motorsports Boliden. G-Drive Rivale KCMG lag nach technischen Problemen sogar 18 Runden zurück. Auch Oak Racing sowie das Schwesterauto von ESM #31 hatten viel Zeit in der Box verloren und beendeten die 6 Stunden von Silverstone mit 20 Runden Rückstand auf Sam Bird, Roman Rusinov und Julien Canal im G-Drive #26.
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Noch schlechter als bei einem Großteil des LMP2-Feldes lief es gestern beim ELMS-Aufsteiger Signatech Alpine. Die französische Mannschaft schaffte in Silverstone nicht einmal, dass erste Saisonrennen zu beenden. In der späteren Anfangsphase flog Paul-Loup Chatin in der 8 Kurve ab und schlug ungebremst in die Streckenbegrenzung ein. Die durch den Unfall stark beschädigte Leitplanke wurde darauf hin sofort repariert, zog jedoch eine längere Full-Course-Yellow Phase nach sich.

Fazit: Trotz der zwei fehlenden Fahrzeuge von SARD-Morand startete die LMP2-Klasse stark in die neue Saison. Mit zahlreichen Rad an Rad Kämpfen und gewagten Überholmanövern zeigte die private Prototypen-Klasse, welches Potential in ihr Steckt und wie hoch das Niveau der Fahrer ist. Nach der mager besetzten LMP2-Klasse 2014, macht die Privatwertung in diesem Jahr wieder lust auf mehr. Jedoch zeigte ein Großteil der Teams auch, dass man noch an der Zuverlässigkeit und den Boxenzeiten arbeiten muss, wenn man Vizemeister G-Drive schlagen will.

Bildquelle: Walter Schruff (WEC-Magazin)