Rebellion beendet die Toyota-Dominanz

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Bei den 4h von Shanghai konnte Rebellion Racing erstmals aus eigener Kraft gegen Toyota Gazoo Racing gewinnen. Der Sieg in der LMGTE-Pro ging an Ferrari.

#1 REBELLION RACING / CHE / Rebellion R-13 -Gibson - - 4 Hours of Shanghai - Shanghai International Circuit - Shanghai - China

Mit knapp einer Minute Vorsprung beendete die Startnummer eins von Rebellion Racing das dritte WEC-Saisonrennen. Durch Änderungen an den Erfolgshandicaps wurden die beiden Hybrid-Prototypen eingebremst und fuhren erstmals auf Augenhöhe mit den Privatteams der LMP1.

Hinter dem Rebellion beendeten die beiden Toyota-Boliden #8 und #7 die 4h Shanghai. Nach dem Start zeichnete sich zunächst noch ein ganz anderes Bild, als Norman Nato trotz Pole einen ganz schlechten Start erwischte und ans Feld-Ende durchgereicht wurde.

Die Lücke an der Spitze konnte das Team LNT mit beiden Ginetta füllen und lange Zeit den Ton im Rennen angeben. Die Briten lieferten sich schöne Zweikämpfe mit den Werks-Toyotas und kämpften auf Augenhöhe. Doch nach der ersten Rennhälfte zerstörte eine Start-Strafe die Siegeschancen.

Auch wenn für viele die Einführung der Erfolgshandicaps ein Unding ist, so tat es der LMP1-Klasse doch erstaunlich gut. Das Rennen fühlte sich nach langer Zeit wieder lebendig an und viele Momente erinnerten an die Höhepunkte der Klasse als Audi, Porsche und Toyota gegeneinander fuhren.

#38 JOTA / GRB / Oreca 07 - Gibson - - 4 Hours of Shanghai - Shanghai International Circuit - Shanghai - China

JOTA & Goodyear gewinnen den Reifenkrimi

Besonders auffällig war der Reifenverschleiß bei den 4 Stunden von Shanghai. Schon frühzeitig sammelten sich große Mengen an Reifenabrieb rechts und links der Ideallinie. Die Teams mit Michelin-Pneu hatten besonders auf dem linken Hinterreifen starke Belastung und mussten öfter an die Box.

Ein Glücksumstand für den Neuzugang Goodyear, welcher erstmals in dieser Saison Reifen in der LMP2-Klasse bereitstellt. Die Slicks des Herstellers erwiesen sich als besonders widerstandsfähig und hielten den Belastungen besser stand. Profitieren konnten davon JOTA und Jackie Chan DC Racing, die dank einer passenden Strategie die ersten Positionen übernahmen. 

Bis zum Schluss kämpften beide Mannschaften um Platz eins. Am Ende setzte sich der blau-gelbe JOTA durch und gewann das Rennen vor den Lokalmatadoren. Rang drei sicherte sich United Autosports, welche nach zwei Ausfällen in dieser Saison erstmals die Ziellinie sehen konnten.

#51 AF CORSE / ITA / Ferrari 488 GTE EVO -- 4 Hours of Shanghai - Shanghai International Circuit - Shanghai - China

Ferrari bricht seinen China-Fluch

Zum Start des Rennwochenendes sah alles noch einem Zweikampf zwischen Porsche und Aston Martin aus. Ferrari fand sich in den Trainings-Sessions nur schwer zurecht und hatte auch in der Auftaktphase am Sonntag nur wenig mitzureden.

Doch, wenn zwei Streiten freut sich bekanntlich der Dritte. Getreu diesem Motto war die Zurückhaltung von Ferrari zu Beginn von Vorteil, da die Italiener nach langen Duellen zwischen Aston Martin und Porsche die Führung übernehmen konnten.

Bis zum Ende schaffte es keiner der Konkurrenten den Vorsprung der AF Corse Mannschaft einzuholen. Ein Reifenplatzer beendete schließlich die Podiumshoffnungen der Briten. Rang zwei und drei ging an die Werks-Porsche #92 und #91.

Für Ferrari ist der Sieg in China von ganz besonderer Bedeutung. In den vergangenen Jahren schafften es die Italiener nie ein Rennen fehlerfrei zu auf der Strecke beenden. Umso größer war die Freude beim Team nach diesem Wochenende, das trotz schwieriger Vorzeichen erstmals auf dem Podium in Shanghai endete.

#90 TF SPORT / GBR / Aston Martin V8 Vantage -- 4 Hours of Shanghai - Shanghai International Circuit - Shanghai - China

Zweiter Sieg in Folge für TF Sport

Ähnlich eng wie in der Spitzenklasse waren auch die Duelle in der kleinsten WEC-Kategorie. Nachdem der Project 1 Porsche #56 zunächst von der Pole-Position starten konnte, kämpfte er zu Beginn mit dem Aston Martin #98 um die Führung.

Auch im Verfolgerfeld gab es zahlreiche Positionswechsel und über lange Zeit des Rennens konnte sich kein Teilnehmer wirklich absetzen. Im letzten Renndrittel kristallisierte sich jedoch eine Kampfgruppe zwischen der #90, #57 und #98 heraus.

So blieb es auch bis zum Schluss. Die TF Sport-Mannschaft behielt dennoch den kühlsten Kopf und konnte zum zweiten Mal in Folge in der LMGTE-AM triumphieren. Dicht dahinter beendete der Project 1 Porsche #57 den Dreikampf, gefolgt vom Aston Martin #98.


Das vollständige Ergebnis der 4 Stunden von Shanghai gibt es hier in der Übersicht.

Bilder © FIA WEC Pressematerial – 2019 Joao Filipe / Marius Hecker / AdrenalMedia.com