Le Mans 2014: Stunde 9 bis 12 – Toyota weiter an der Spitze

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Guten Morgen Le Mans. Nachdem in den vorhergehenden Rennstunden mit zunehmender Dunkelheit die Fahrer langsamer wurden, kamen mit den Fahrerwechseln in der neunten Rennstunde wieder Aktion auf. Gleich nach einem Wechsel bei Dempsey Racing wurde dem Team eine Standstrafe von drei Minuten ausgesprochen. Da Patrick Long entgegen dem Reglement mit durchdrehenden Reifen aus der Box fuhr, musste das Team die besagte Strafe antreten. 

Toyota_2014_Le Mans

In der GTE-Pro Klasse gab es an der Spitze einen Kampf zwischen Fisichella in der #51 und Oliver Gavin in der #74 um die Führungsposition. Als die Corvette mit der #74 zum Boxenstopp kam, konnte der Italiener die Führung übernehmen. Fast gleichzeitig zum Boxenstopp der Corvette mit der Nummer #74 sorgte Pedro Lamy mit seinem Aston Martin (#98) für Aufmerksamkeit. Mit rauchendem Motor rollte der führende der GTE-Am Klasse in seine Box. Durch diesen Vorfall konnte Nicki Thiim im Aston Martin (#95) profitieren und die Führung übernehmen. Wenige Runden nachdem der Ex-Formel 1 Pilot Giancarlo Fisichella an der Boxengasse die Corvette überholen konnte, musste er sein Fahrzeug an Teamkollege Toni Vilander abgeben. Somit rutschte die Mannschaft auf den dritten Platz zurück. Genau zum Ende der neunten Stunde bekam der in Führung liegende Ligier-Nissan mit der Startnummer #46 aus der LMP2 Klasse eine Durchfahrtsstrafe, aufgrund zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse. 

Die 10. Stunde

In der zehnten Stunde ging es gerade in der GTE-Pro Wertung um die Wurst. Der deutsche Stefan Mücke übergab seinen in Führung liegenden Aston Martin an Teamkollge Bruno Senna. Durch ein kluges Manöver konnte der Bolide mit der Nummer #97 in Führung bleiben und die starken Konkurrenten hinter sich lassen. Doch Vilander im Ferrari und Milnent in der Corvette hatten einen anderen Plan. Über zahlreiche Runden fuhr die dreierspitze hintereinander her, bis Toni Vilander die Corvette mit der #74 überholen konnte und sich auf Platz zwei verbesserte. Schon in der nächsten Runde griff er Senna im Aston Martin an und überholte ihn. Aufgrund einer Überrundung eines LMP2 Bolidens verpasste der Finne den Bremspunkt und verlor wieder beide Plätze an seine Rivalen. Nach dieser Aktion verlor Vilander innerhalb von drei Runden, ganze neun Sekunden auf die Spitze. Zeitgleich fuhr Sebastian Buemi im Toyota an die Boxengasse, um seine Lüftungsklappen verschließen zu lassen. Trotz des längeren Zeitaufwands verlor die Nummer #8 keinen Platz.

Die 11. Stunde

Die elfte Rennstunde in Le Mans begann genauso spannend wie die zehnte aufhörte. Der Audi mit der Startnummer #2 wechselte die Boxenstrategie von 13 Runden auf 12 Runden und konnte somit wichtige Zeit auf Spitzenreiter Toyota aufholen. Jedoch brach wenig später im selben Fahrzeug der Dämpfer der Fahrertür und Andre Lotterer musste die Boxengasse ansteuern. Zur gleichen Zeit fuhren Toyota mit der Startnummer #7 und Porsche mit der Startnummer #14 an die Box und wechselten die Fahrer. Marc Lieb, welcher jetzt im Porsche unterwegs war, bekam die Meldung, dass seine Boxenstrategie umgestellt wird. Nun soll er jeweils einer Runde länger fahren als zuvor geplant. Wenig später in der elften Rennstunde kam Vilander wieder an die Spitzengruppe der GTE-Pro Wertung heran. Jedoch kam er kurz von der Strecke ab und verlor wieder an Boden. Noch in der selben Runde steuerte der Finne die Box an und übergab das Fahrzeug an Teamkollege Fisichella. Dieser konnte nach einigen Runden den zweiten Rang übernehmen.

Die 12. Stunde

Ein Schock für Audi zu beginn der zwölften Rennstunde. Tom Kristensen im Audi Nummer #1 blieb plötzlich auf der Strecke stehen und musste das Auto neu starten. Nach zirka 500 Metern blieb Kristensen erneut stehen und musste seinen R18 wieder starten. Mit letzter Kraft schleppte sich der Däne zur Boxengasse, wo das Auto sofort unter die Lupe genommen wurde. Das Team wechselte die Einspritzdüse des Bolidens und schickte ihn wieder hinaus. Jedoch bleib der Audi Zwischenfall bei Konkurrent Porsche nicht unbeobachtet und man schnappte sich Platz 3. Aber auch Porsche hatte zu kämpfen. Das Schwesterauto mit der Startnummer #14, welches zuvor noch die Boxenstopp Strategie gewechselt hat, rollte auf der Strecke aus. Man hatte zu wenig Sprit im Fahrzeug. Jedoch schaffte es Marc Lieb die Nummer #14 an die Box zu steuern.

Die aktuellen Spitzen in den verschiedenen Klassen sehen wie folgt aus:

LMP1: Toyota Racing #7
LMP2: G-Drive by OAK Racing #35
GTE-Pro: AF- Corse #51
GTE-Am: Aston Martin Racing (Young Driver AMR) #95

Bild © Toyota Hybrid Racing