Le Mans 2014: Stunde 5 bis 8 – Toyota an der Spitze

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Nach der Aufregung in den ersten 4 Stunden, ist mit der Dunkelheit etwas ruhe in Le Mans eingekehrt. Die Sonne versinkt langsam hinter dem Horizont und die Fahrer haben zusehends mit Blendungen zu kämpfen. Vor allem in der fünften und sechsten Stunde ist es ein Spiel mit dem Glück die Hunaudières-Gerade unbeschadet entlang zu fahren. Die Sonne blendete teilweise so stark, dass sich die Fahrer nur an den Randstreifen und Leitplanken orientieren konnten.

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Mit Beginn der fünften Stunde kommt es zu einem Zwischenfall bei dem Wagen #52 von RAM Racing. Auf der langen Gerade verliert der Fahrer Alvaro Parente plötzlich an Geschwindigkeit und kommt zum Stillstand. Aus dem Heck des Ferrari 458 Italia steigt bläulicher Rauch. Anfangs sah alles nach einem Motorschaden aus, jedoch konnte man nach einer etwas längeren Pause den Wagen wieder ins Rennen schicken. Fast zeitgleich liefern sich die beiden Werksporsche 911 und der Aston Martin #97 ein packendes Duell um Platz 1 der GT-Pro Klasse. Über mehrere Runden schenken sich die beteiligten keinen Zentimeter. Erst nach knapp 10 Minuten kann sich der Brasilianer Bruno Senna durchsetzen und die Führung übernehmen.

Die 6. Stunde

Die Indianapolis-Kurve scheint am heutigen Renntag eine magische Anziehung auf einen Großteil des Feldes auszuwirken. So kam es bei dem LMP2-Wagen vom Sebastien Loeb Racing zu einem Ausflug ins Kiesbett in der besagten Kurve. Nach ein paar kurzen Anläufen konnte man sich aber selbstständig befreien. Beim Team Newblood by Morand Racing war man flott unterwegs und wollte einen Angriff auf die Spitze wagen. Als man die Spitze des GT-Feldes überholen wollte rutschte der Wagen auf dem Randstein aus und drehte sich auf den gegenüberliegenden Rasen. Ohne größere Beschädigungen konnte sich der Wagen ausgraben und das Rennen fortsetzen.

Toyota scheint die Ruhe selbst zu sein. Nach dem man den Japaner Kazuki Nakajima eingewechselt hatte lief es nahezu Perfekt. Beim Boxenstopp konnte man eine Tagesbestzeit abliefern und auch gegen die Audis auf Position 2 und 3 konnte man sich einen Vorsprung von fast 2 Runden aufbauen. Der Teamkollege Anthony Davidson lieferte anschließend noch neue Bestzeiten in jedem Sektor ab. Bei Porsche hingegen hatte man erneut mit einem unzuverlässigen Auto zu kämpfen. In der Indianapolis-Kurve fuhr Brandon Hartley dank eines Reifenplatzers in den Notausgang und hatte anschließend Probleme den Rückwärtsgang einzulegen um zur Strecke zurückzukehren. In seinen letzten Runden kamen dann noch Starke Vibrationen auf der Vorderachse hinzu, welche den wagen für den jungen Briten unfahrbar machten. Nach dem einwechseln von Mark Webber und einem neuen Reifensatz beruhigte sich der Wagen wieder.

Die 7. Stunde

Bei einer vergangenen Zeit von 6 Stunden und 30 Minuten verlor der KCMG mit Startnummer 47 die Kontrolle in der Kurveneinfahrt, prallte in einen Reifenstapel und rollte auf die Strecke zurück. Der Wagen trug eine beschädigte Nase davon war aber sonst unbeschädigt. Auch dem Fahrer geht es gut und er muss nicht zur medizinischen Untersuchung. Aufgrund der ungünstigen Position des KCMG musste die Rennleitung für die Bergung die Safety Cars auf die Strecke schicken. Nach 17 Minuten war die Arbeiten erledigt und das Rennen konnte fortgesetzt werden.

Die 8. Stunde

Kurz vor Ende der 8. Stunde wurde es noch mal Spannend an der GT-Pro Spitze. Inzwischen hatten wieder die Corvette #74, der Ferrari #51 und der Aston Martin #97 eine Dreierspitze gebildet und kämpften über einige Runden um Position 1. In einem spannenden Zweikämpfen duellierten sich die Fahrer. Es herrschte ein reger Wechsel und lange war kein Ende in Sicht. Nach 20 Minuten kam es zu einem Dreher von Darren Turner in der Indianapolis-Kurve und die Corvette konnte sich absetzten.

Bild © Toyota Hybrid Racing