Nur 10 Minuten hatten die Fahrzeuge im Qualifying zeit

Beim ersten Qualifying 2021 wurde ein neues Format angewendet, das für unglaublich viel Spannung sorgte. Den Fahrern blieb kein Platz für Fehler und die wenigen Runden musste auf Anhieb sitzen.

Mit der neuen WEC-Saison wurde erstmals ein überarbeitetes Qualifying-Format eingeführt. Bisher hatten die LMP’s und LMGTE’s je 20 Minuten und mussten mehrere Runden mit zwei Fahrern absolvieren. Das neue System der Saison 2021 sieht nur noch je 10 Minuten für LMH/LMP2 sowie LMGTE vor.

Ein Fahrer pro Fahrzeug kann diese Zeit nutzen, um eine bestmögliche Rundenzeit für das Team zu registrieren. Die schnellste Zeit aller zurückgelegten bestimmt dann den Platz in der Startaufstellung. Die Wahl der Fahrer ist in den Klassen LMH und LMGTE-Pro freigestellt. Bei den LMP2-Teams muss ein Silber- oder Bronze-Pilot diese Zeit einfahren und bei den LMGTE-Am-Wagen zwingend ein Bronze-Pilot.

Porsche holte die Poleposition in der LMGTE-Pro

Rote Flaggen im ersten Qualifying 2021

Gleich zu Beginn sorgte die Startnummer 77 von Dempsey-Proton-Racing in der LMGTE-Session für eine Unterbrechung. Knapp drei Minuten nach der Freigabe fuhr Christian Ried ausgangs der Raidillon-Kurve in die Streckenbegrenzung. Die resultierende rote Flagge unterbrach die Session für knapp 15 Minuten.

Nicht einmal 60 Sekunden nach der Wiederfreigabe kam es beim Project 1 Porsche #56 zu einem Zwischenfall an der gleichen Stelle. Fahrer Egidio Perfetti verpasste ebenfalls den Kurven-Ausgang und sorgte für eine weitere rote Flagge.

Nach einer erneuten Zwangspause konnte die #92 vom Porsche GT Team die LMGTE-Pro Pole sichern. Die Startpositionen zwei und drei holten der Ferrari #51 und der Schwester-Porsche #91. Bei den LMGTE-Am Wagen gingen die Plätze eins bis drei an TF Sport (#33), Aston Martin Racing (#98) und Dempsey-Proton Racing (#88).

Die erste Hypercar-Pole ging an Toyota Gazoo Racing

Toyota zurück in gewohnter Bestform

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten im ersten Freien Training fand das Toyota-Team pünktlich zum Qualifying eine stabile Basis. Die Japaner hatten nach wie vor nur wenig Abstand auf das LMP2-Feld, konnten sich jedoch klar an der Spitze positionieren. Die Hypercar-Poleposition geht somit an den Toyota #7, gefolgt vom Schwesterauto mit der #8 und dem Alpine Matmut Elf #36.

Beim ersten Qualifying der LMP2-Fahrzeuge im Jahr 2021 war das Feld unverändert kompakt. Die beste Runde mit 1,657 Sekunden Abstand zur LMH-Kategorie und somit die Pole-Zeit der eigenen Klasse fuhr United Autosports (#22) ein. Von den Startplätzen zwei und drei gehen die Gaststarter von G-Drive Racing (#26) und das Racing Team Nederland (#29) ins Rennen.

Alle Rundenzeiten der beiden Qualifying-Sessions gibt es hier zum nachlesen.

Bilder © WEC-Magazin (Walter Schruff / Ton Kerdijk)


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.