Glickenhaus beim Trainingsauftakt in Sebring

Die FIA WEC ist auf dem Sebring International Raceway in die zehnte Saison gestartet. Gleich zum Trainingsauftakt gab es eine große Überraschung, denn Weltmeister Toyota musste sich der Konkurrenz geschlagen geben.

Die ersten beiden Freien Trainings in Sebring hatte sich Toyota Gazoo Racing anders vorgestellt. Nachdem die WEC-Champions den GR010 Hybrid für die neue Saison mit Updates und Verbesserungen versehen hatten, fehlte es plötzlich an der Geschwindigkeit. In der ersten Session Betrug der Abstand zum führenden Glickenhaus (#708) rund 0,529 Sekunden. Das wurde im zweiten Training nicht besser, denn der Abstand vergrößerte sich auf 0,868 Sekunden.

Doch auch für Glickenhaus lief es nicht ideal zum Trainingsauftakt in Sebring. Während sich die Lokalmatadoren im FP1 noch mit 1:49.738 an der Spitze zeigten, rutschte das Team im FP2 auf Rang vier ab (mit gerade einmal 1:52.479 auf der Uhr). Konstant blieb hingegen die Alpine-Mannschaft mit je einer Rundenzeit von 1:50 Minuten.

Starker Einstand für Corvette

Ebenfalls als Lokalmatador am Start ist ein Neuzugang in der LMGTE-Pro: Corvette Racing. Die US-Amerikaner kennen die Strecke bereits aus den vergangenen IMSA-Jahren und konnten das Wissen auch in die WEC übertragen. Nach einem starken dritten Rang und nur 1.012 Sekunden Luft zum Porsche an der Spitze steigerte sich das Fahrer-Duo im FP2. Die Chevrolet Corvette C8.R konnte einen der beiden Porsche hinter sich lassen und die Differenz auf 0,092 Sekunden drücken.

Die kleinere LMGTE-AM Kategorie scheint an diesem Wochenende in den Händen von Aston Martin und Porsche zu liegen. In beiden Sessions konnten sich die Fahrzeuge vom Team Project 1, Dempsey-Proton Racing und Northwest AMR in den Top drei festsetzen. Ferrari hatte hingegen in beiden Kategorien Probleme und fand kein gutes Setup für die anspruchsvolle Strecke.

Alles offen in der LMP2

Wie das alte Jahr endete, so beginnt auch das neue in der LMP2. Zwischen den Rängen eins und 15 lagen zum Trainingsauftakt in Sebring nicht mehr als drei Sekunden. Alle Fahrzeuge bewegen sich mit einer Rundenzeit von 1:51 bzw. 1:52 über die Strecke. Einen klaren Favoriten gibt es wohl auch diesmal nicht und erneut ist es vom Können und Glück der Fahrer abhängig wer gewinnt.

Das FP1 führte die Mannschaft „Realteam by WRT“ an, gefolgt vom Neueinsteiger Prema Orlen Team und United Autosports USA. Das US-Team verbesserte sich in der zweiten Session mit beiden Wagen auf die Ränge eins und zwei. Realteam by WRT rutsche ab auf Position drei und verwies die Prema-Mannschaft auf Platz vier der LMP2-Wertung.

Einen Überblick zu allen Rundenzeiten haben wir hier verlinkt:

Bild © 2022 Tim Hearn/focus-pack-media.de (FIA WEC-Pressematerial)


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.