Sieg für Toyota bei den 6h Shanghai

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In einem spannenden Rennen konnte sich der Toyota mit der Startnummer acht in China gegen die beiden Werksporsche durchsetzen. Für den Autobauer aus Stuttgart gab es dennoch Grund zum Feiern. Dank dem zweiten und dritten Platz bei den 6 Stunden von Shanghai sicherte sich Porsche vorzeitig die Fahrer- und Hersteller-WM in der LMP1-Klasse.

Toyota siegte bei den 6h Shanghai

Bei den LMGTE-Pro Fahrzeugen kämpfte ebenfalls ein Porsche lange Zeit um den Sieg. Doch am Ende reichte es nicht zum ersten Platz bei der Mannschaft mit der #91. Diese Position ging an den Ford #67. Position drei erkämpfte sich der Ferrari #51, welcher ebenfalls vorzeitig den Hersteller-WM-Titel einfahren konnte.

Einen grandiosen Start-Ziel-Sieg lieferte Rebellion Racing in der LMP2 ab. Trotz starker Manöver von SIgnatech Alpine behielten die Schweizer im Rennen einen kühlen Kopf und verwandelten die Poleposition in einen ersten Platz. Ein weiteres Porsche-Podium gab es in der kleinsten WEC-Kategorie zu verzeichnen. Die #86 von Gulf Racing und die #77 von Dempsey-Proton Racing landeten knapp hinter dem Aston Martin #98 auf den Rängen zwei und drei.

Nervenkitzel bis zum Schluss

Nicht nur in den beiden Top-Kategorien der WEC lieferten sich die Teams harte Rad-an-Rad-Duelle, auch in den Klassen LMP2 und LMGTE-Am schenkten sich die Kontrahenten nichts.

Toyota ging von der Pole ins Rennen und musste sich gleich auf den ersten Metern gegen den ersten Porsche 919 Hybrid verteidigen. Der Prototyp aus Stuttgart schloss schnell auf und kämpfe lange Zeit um die Führung. Doch Toyota ließ nicht locker und es entbrannte ein heißes Duell mit regem Positionswechsel an der Spitze.

In der LMP2-Klasse sorgte G-Drive Racing im Rennverlauf für angespannte Gesichter. Während der Rebellion mit dem Boliden von Signatech Alpine um Position eins Kämpfte, kam es zur Berührung mit dem Prototyp des russischen Teams. Dieser war ebenfalls auf dem Weg durch Kurve eins und zerstörte um ein Haar die Siegeschancen von Rebellion.

Während sich G-Drive aus dem Kiesbett befreien konnte, hatte der Spirit of Race-Ferrari (#54) weniger Glück. Dieser kollidierte im Rennen so stark mit der Streckenbegrenzung, dass er aus eigener Kraft nicht mehr zurück ins Rennen fand. Die Rennleitung rief die erste Full-Course-Yellow (FCY) Phase des Rennens aus, um eine sichere Bergung zu ermöglichen.

Zerstörte Podiumshoffnungen in LMP2 und LMGTE-Pro

Der Kampf um die Spitze der LMGTE-Pro war über lange Distanz ein Dreikampf zwischen dem Porsche #91, #92 und dem Ford #67. Fast ohne Pause fuhren die Piloten Angriffe gegeneinander, um irgendwie vorbeizukommen. Zum Glück für Ford hatte der Porsche #92 mit technischen Problemen zu kämpfen und landete schließlich im Kiesbett, was dessen Podiumshoffnungen zerstörte.

Ebenfalls ohne Zuversicht war die Mannschaft von Jackie Chan DC Racing in der LMP2. Diese lag vor Rennbeginn an der Tabellenspitze und hätte mit einem Podium vorzeitig den Meistertitel in der Klasse gesichert. Doch eine Kollision in Kurve eins machte alle Chancen auf den Erfolg beim Heimrennen zunichte.

Bilder © WEC-Magazin (Walter Schruff / Ton Kerdijk)