Saisonvorschau 2017: LMGTE-Pro

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Die nervenaufreibenden Kämpfe der LMGTE-Pro Klasse gehen 2017 in eine neue Runde. Mit der Rückkehr von Porsche gehen in dieser Saison gleich vier Werksteams mit je zwei Fahrzeugen an den Start. Hinzu kommt ein neues Balanc of Performance (BoP) System, das künftig automatisiert durch Computeralgorithmen berechnet wird und für einen gerechteren Wettkampf sorgen soll.

Eine der wichtigsten Komponenten des vergangenen Jahres waren die Reifen. Durch den offenen Wettbewerb stellten Michelin und Dunlop den Teams unterschiedliche Mischungen bereit und ermöglichten dadurch spannende Fernduelle über die ganze Saison. Auch 2017 setzten die Mannschaften wieder auf unterschiedliche Mischungen. Während Aston Martin weiter auf Dunlop vertraut, bevorzugen Ferrari, Ford und Porsche die Slicks von Michelin.

Erstmals wird mit der WEC-Saison 2017 ein Weltmeistertitel für GTE-Fahrzeuge vergeben. Die Hersteller und Fahrer der LMGTE-Klassen bekommen so einen neuen Anreiz, der sich auf den Titelkampf auswirkt und für noch engere Zweikämpfe sorgt.

AF Corse

Ferrari 488 GTE

#51 – James Calado, Alessandro Per Guidi, (Lucas di Grassi – nur in Le Mans)
#71 – Davide Rigon, Sam Bird, (Miguel Molina – nur in Le Mans)

Auch im ersten Jahr der neuen GTE-Weltmeisterschaft ist das erfolgreiche Ferrari-Team AF Corse wieder am Start. Seit besehen der WEC konnte die Mannschaft aus Piacenza vier von fünf Herstellertiteln in der LMGTE-Klasse gewinnen. Neben der Weltmeisterschaft dürfte der Fokus der Italiener vor allem auf den 24 Stunden von Le Mans liegen. Nach der Niederlage gegen Erzrivale Ford haben sie ihr Fahrerkader neu aufgestellt, um in diesem Jahr zu triumphieren.

Überraschend verkündete der langjährige Ferrari-Pilot Gianmaria Bruni seinen Wechsel zu Porsche und hinterließ damit eine große Lücke. Seinen Platz füllt in dieser Saison der bisherige Ersatzfahrer Alessandro Pier Guidi. In Le Mans verstärkt zudem der bisherige LMP1-Pilot Lucas di Grassi das Duo Calado / Guidi. Das Schwesterfahrzeug bleibt während hingegen unverändert und Davide Rigon wird zusammen mit Sam Bird ins Steuer greifen. Für das Saisonhighlight bekommt das Team ebenfalls Unterstützung aus dem Audi-Lager. Der ehemalige DTM-Pilot Miguel Molina wird für das Langstreckenrennen im Cockpit Platz nehmen.

Ford Chip Ganassi Team UK

Ford GT

#66 – Stefan Mücke, Olivier Pla, Billy Johnson (selected races)
#67 – Andy Priaulx, Harry Tincknell, Luis Felipe Derani (selected races)

Die Rückkehr von Ford in den GT-Sport hatte im vergangenen Jahr ein Hauptziel: die 24 Stunden von Le Mans. Der neue Ford GT wurde nur gebaut um den Langstrecken-Klassiker im Jubiläumsjahr zu gewinnen. Nachdem die Amerikaner dieses Ziel auf Anhieb erreichen konnten, steht für 2017 ein neues Ziel auf dem Plan: der erste GTE-Weltmeistertitel.

Die Teams bleiben auch in der zweiten Saison stabil. Die Kernteams für die neun Saisonrennen bleiben unverändert, um möglichst große Fortschritte in der Weiterentwicklung zu machen. Einzige Änderung bildet mit Luis Felipe Derani der dritte Pilot für Silverstone, Spa und Le Mans, welcher neu hinzustößt.

Porsche GT Team

Porsche 911 RSR

#91 – Richard Lietz, Frédéric Makowiecki
#92 – Michael Christensen, Kévin Estre

Das Porsche Werksteam meldet sich nach einjähriger Pause als Porsche GT Team zurück in der LMGTE. Im Gepäck hat die Mannschaft den nagelneuen 911 RSR, welcher erstmals über einen Mittelmotor verfügt. Das Fahrzeug ist ein Traditionsbruch für Porsche und mag für Puristen ein Unding sein. Jedoch erlaubt der neue Wagen eine bessere Aerodynamik und eine höhere Chancengleichheit für den Fahrzeugbauer aus Stuttgart.

Gesteuert wird der Porsche 911 RSR  von Richard Lietz und Frédéric Makowiecki in der #91 sowie Michael Christensen und Kévin Estre im Schwesterfahrzeug.

Aston Martin Racing

Aston Martin Vantage

#95 – Nicky Thiim, Marco Sørensen, (Richie Stanaway – nur in ausgewählten Rennen)
#97 – Darren Turner, Johnny Adam, (Daniel Serra – nur in ausgewählten Rennen)

Das Jahr 2016 war für Aston Martin das bisher erfolgreichste in der WEC-Geschichte. Das Duo Nicki Thiim und Marco Sørensen konnte sich erstmals den Fahrer- und Team-Titel der LMGTE-Pro sichern. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, welchen das Werksteam 2017 fortsetzen will. Auf der Liste stehen neben dem fehlenden Herstellertitel der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

Das Erfolgsteam Thiim / Sørensen nimmt auch in der neuen Saison im Fahrzeug #95 Platz. Das Schwesterfahrzeug #97 wird pilotiert von Darren Turnern und Johnny Adam. Verstärkung bekommen beide Duos durch Richie Stanaway und den brasilianer Daniel Serra, welche bei ausgewählten Rennen wie den 24 Stunden von Le Mans mit im Cockpit sitzen werden.