Doppelsieg für Toyota beim Heimspiel

Eingetragen bei: LMGTE-Am, LMGTE-Pro, LMP1, LMP2, Rennen, Startseite, WEC | 0

Das Heimspiel auf dem Fuji Speedway beendeten Toyota Gazoo Racing mit einem Doppelsieg. Der erste Platz in der LMGTE-Pro ging an Aston Martin Racing.

#8 TOYOTA GAZOO RACING / JPN / Toyota TS050 - Hybrid - Hybrid -- 6 Hours of Fuji - Fuji International Speedway - Oyama - Japan

Trotz neuer EoT und Zusatzgewichte im Fahrzeug ließ sich Toyota den Doppelsieg beim Heimrennen in Fuji nicht aus der Hand nehmen. Von den Startplätzen eins und zwei aus ging es für die Japaner ins Rennen. Doch gleich nach dem Start mischte der Rebellion Prototyp mit der Startnummer eins das Feld auf und verwies den Toyota #7 kurze Zeit auf die dritte Position.

Die Schweizer konnten dem Druck nicht lange standhalten und mussten sich am Ende des Rennens mit dem dritten Podestplatz begnügen. Der Sieg ging an den Toyota #8 gefolgt vom Schwesterwagen #7 auf der zwei.

Ein weiteres Wochenende zum Vergessen erlebte Neuzugang Ginetta mit dem Team LNT. Die #6 musste das Rennen von der Box aus in Angriff nehmen. Der zweite Prototyp der Mannschaft (#5) konnte zwar lange Zeit hinter dem Rebellion her fahren, hatte im Rennen aber mit Überhitzungen am AER-Motor zu kämpfen.

Den endgültigen K.O.-Schlag musste das Team kurz vor Schluss einstecken, als die Startnummer sechs endlich die Spitzengruppe erreicht hatte. Aufgrund von Verstößen gegen das technische Reglement musste der Wagen eine sechs minütige Stop&Go-Strafe absitzen.

Neuer Rundenrekord in der LMP2

Der frisch gekürte Formel 2-Champion Nyck de Vries lieferte eine unglaubliche Leistung ab und fuhr teilweise zwei Sekunden schneller als alle Konkurrenten. Trotz des enormen Zeitverlustes durch Teamkollege Frits van Eerd auf der Strecke konnte der junge Niederländer wieder nach vorn fahren und am Ende sogar einen neuen LMP2-Rundenrekord aufstellen.

Leicht hatte es das Racing Team Nederland jedoch nicht. Sowohl JOTA (#38 – zweiter im Rennen), als auch Jackie Chan DC Racing (#37 – dritter im Rennen) setzten den gelben Oreca regelmäßig unter Druck und konnten zwischenzeitlich die Führung übernehmen. Doch die eindrucksvolle Geschwindigkeit von Nick de Vries war das Zünglein an der Waage, was die #29 vor die #38 und #37 schob.

Das restliche Feld hatte hingegen weniger Glück. Trotz fast identischer Fahrzeuge schafften es die anderen LMP2-Teams nicht an die Spitzengruppe heran. Insgesamt zeigten sich in Fuji wesentlich größere Zeitabstände als noch in Silverstone. Verlierer des Tages war zum zweiten Mal die Mannschaft von United Autosport (#22). Ähnlich wie in Silverstone zerstörten Elektronikprobleme in Japan die Chancen auf einen Podestplatz und warfen das Team weit zurück.

#95 ASTON MARTIN RACING / GBR / Aston Martin Vantage AMR -- 6 Hours of Fuji - Fuji International Speedway - Oyama - Japan

Aston Martin Racing mit Bestform in Fuji

Dank einer ausgewogeneren BoP-Einstufung fand Aston Martin Racing in Fuji zu alter Stärke zurück. Bei kühler und teils feuchter Strecke bewegte sich das Team der #95 am sichersten und kam vor dem Porsche #92 über die Ziellinie. Das Schwesterfahrzeug #97, was lange Zeit auf Rang zwei lag, wurde am Ende dritter.

Porsche konnte seine Pole-Position nicht voll ausnutzen und musste die Führung früh an die AF Corse-Mannschaft abgeben. Doch auch die Italiener kamen mit den wechselhaften Bedingungen mehr schlecht als recht klar und konnten dem stabilen Aston Martin nichts entgegensetzen. Auch wenn die Rundenzeiten gewohnt eng beieinander waren, gelang es keinem der Konkurrenten, die Führung für längere Zeit zu übernehmen.

Spannende Zweikämpfe und ein souveräner AM-Sieg

Ein Feuerwerk an Zweikämpfe entfachte in der kleinsten WEC-Klasse. Bei den AM-Fahrzeugen schenkten sich die Piloten nichts und nutzen jeden Zentimeter zum Überholen. Lange Zeit war unklar wer die Positionen zwei und drei auf dem Podium erreichen würde. Während TF Sport im Wagen mit der Nummer 90 einen unglaublich souveränen Start-Ziel-Sieg hinlegte, war es für den Ferrari #83 und den Porsche #57 denkbar knapp.

Besonders spannend war der Zweikampf zwischen den beiden Ferrari #70 und #54 um den vierten Platz. Die Lokalmatadoren von MR Racing waren bestens mit dem Fuji Speedway vertraut und hielten dem Werksauto über viele Runden stand.

Giancarlo Fisichella schaffte es zwar kurzzeitig zu überholen, wurde aber mehrfach einkassiert und gab sich gegen die Japaner geschlagen. Ein ähnliches Bild zeigte sich wenig später im Rennen zwischen dem MR Racing-Ferrari #70 und dem Dempsey-Proton Porsche #77. Auch diesen Zweikampf entschieden die Lokalmatadoren für sich.

Einen Überblick aller Rundenzeiten und Platzierungen gibt es hier.

Bilder © FIA WEC Pressematerial – Bild 1: 2019 Tim Hearn / AdrenalMedia.com – Bild 2: 2019 Marius Hecker / AdrenalMedia.com