Das Ende vom Team SARD-Morand

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Zu Beginn des Jahres 2015 gaben die Teams SARD und Newblood by Morand bekannt, dass man die gemeinsamen Kräfte bündeln will, um in der WEC antreten zu können. Doch die Zusammenarbeit stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Nach einer chaotischen Berg- und Talfahrt haben sich beide Parteien getrennt und das Team aufgelöst.

Nach dem SARD-Morand einen erfolgreichen Test in Paul Ricard absolvierte, folgte eine Welle an Pressemeldungen vermischt mit vielen Gerüchten und Spekulationen. Kurz vor dem ersten Saisonrennen in Silverstone folgte die Absage, da die Mannschaft kurz vor der Pleite stand. Als die Kooperation vor dem Aus stand, tauchte ein neuer Sponsor auf und wollte das LMP2-Projekt retten. Anders als ursprünglich geplant verlangte Kairos Technologies mehr Rechte im Betrieb des Teams und so kam es wenig später zur Auflösung des Vertrages.

Vor den 24 Stunden von Le Mans konnte sich SARD-Morand noch mal aufrappeln und mit dem Verzicht eines Fahrzeuges einen Minimal-Einsatz gewährleisten. Bis zum Ende der Saison konnte man zwar den verbliebenen LMP2-Wagen an den Start bringen, musste jedoch öfters die Fahrerbesetzungen zugunsten von Paydrivern und Sponsoren tauschen.
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Mit dem Ende der WEC-Saison 2015 folgte auch das Ende des Team SARD-Morand. Still und heimlich haben alle beteiligte die Mannschaft aufgelöst und gehen von nun an getrennte Wege. Während sich das Toyota Tochter-Unternehmen SARD künftig wieder auf die Super GT konzentrieren wird, so scheint das Team Morand weiter im Prototypen-Sport bleiben zu wollen.

Auf dem ehemaligen Facebook-Profil von SARD-Morand prangt jetzt der Schriftzug Team Morand. Die alte Webseite wurde aufgelöst und teammorand.net als neue Domain registriert. Außer dem neuen Logo gibt es noch nicht viel zu sehen. Wie und wo es genau weitergeht verrät man noch nicht, mehr Informationen dazu sollen im neuen Jahr folgen.

Klar ist jedoch, dass man in der LMP2-Klasse bleiben wird. Als wahrscheinlichste Option wäre eine Rückkehr in die ELMS denkbar. Dort konnte man bereits als NewBlood by Morand erfolge feiern und kann ohne großen Partner auch die Kosten besser unter Kontrolle halten.

Bild: WEC-Magazin (Walter Schruff)
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