Audi stellt neuen R18 TDI e-tron quattro vor

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Vor gerade einmal sieben Tagen fand in Bahrain das Saisonfinale der WEC statt. Während ein Großteil der Teams noch mit dem Abschluss des alten Motorsport-Jahres beschäftigt ist, wandte man sich bei Audi heute bereits der Zukunft zu. In München stellte der Autobauer in Rahmen seines Jahresabschluss-Events die Pläne für die Saison 2016 vor.

Mit dem neuen Jahr soll alles anders werden. Unter diesem Motto stellte der Autobauer aus Ingolstadt die Pläne für die FIA WEC 2016 vor. Den Anfang macht das neue Fahrzeug, welches intern unter der Bezeichnung RP6 entstanden ist. Der neue R18 TDI e-tron quattro kommt mit einem völlig überarbeiteten Antriebskonzept daher, welches erstmals auf den Schwungrad-Speicher verzichtet. Stattdessen hat man sich bei Porsche inspirieren lassen und wird Lithium-Ionen-Batterien zur Energiespeicherung verbauen.

Nach der Abgas-Affäre des VW-Konzerns unterzog man auch den Dieselmotor einer Revision. Mit einem optimierten 4 Liter V6 Motor und dem Kürzel „TDI“ im Fahrzeugnamen will man ein klares Signal setzten und zeigen, dass man die Affäre hinter sich lässt. Beim Antriebsmix steigt der Elektroanteil im Vergleich zum bisherigen Modell, was eine Verdopplung der Leistung zur Folge haben soll. Ab 2016 wird man daher wie die Konkurrenz in der 6 MJ-Klasse antreten.

Neben dem neuen Innenleben hat man auch die Außenhaut des Le Mans Prototypen gänzlich überarbeitet. Die Streben an der Front sind verschwunden und wurden durch große Carbonflächen ersetzt. Die Nase an sich ist etwas nach oben gewandert, währen die Scheinwerfer in den neuen, größeren Radkästen weiter nach unten gerutscht sind. Die Seitenkästen und das Heck hat man aerodynamisch weiter optimiert und gleichzeitig zusätzlichen Platz für den Batterie-Speicher geschaffen.

Insgesamt, ist der R18 dank neuer Materialien ein ganzes Stück leichter geworden und man hat weiter am eigenen Leichtbau-Konzept feilen können. Die Lackierung ist erstmals Schwarz-Rot gehalten, während die Vor-Saison-Modelle der letzten Jahre nur in Schwarz daher kamen. Es wäre durchaus denkbar, dass uns im kommenden Jahr eine neue Lackierung bei den Ingolstädtern erwarten könnte.

Trotz der ganzen Freude über das neue Fahrzeug, gibt es auch Verluste zu verzeichnen. Sowohl Audi als auch Porsche werden im kommenden Jahr auf ihren dritten Prototypen in Le Mans verzichten. Grund für diese Maßnahme ist die Abgas-Affäre des VW-Konzerns, welche zu niedrigeren Budgets geführt hat. Mit den neuen Finanzvorgaben ist es aktuelle nicht realisierbar mit einem dritten Wagen an den Start zu gehen. Die Fahrertrios in der #7 und der #8 bleiben unverändert. Die Piloten des Audi #9 werden sich daher künftig mit der Test- und Ersatzfahrerrolle zufrieden geben müssen.

Bilder und Quelle: Audi Sport Pressemitteilung