VW-Skandal wirkt sich auf Langstrecken-WM aus

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Der Volkswagen-Konzern muss durch die Strafzahlungen aufgrund des Abgasskandales zu drastischen Sparmaßnahmen greifen. Um Geld zu sparen, reduziert der Wagenbauer im kommenden Jahr das Fahrzeugaufgebot der Tochterfirmen Audi und Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans.

Seit Jahren bringt die Audi-Mannschaft zum Saisonhighlight, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, neben den zwei Prototypen aus der Weltmeisterschaft ein drittes Fahrzeug an den Start. Auch Porsche schickte in dieser Saison ein drittes Auto mit LMP1-Rookiebesetzung nach Frankreich. Unerwarteter Weise gelang es dem Trio Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy das Rennen mit dem dritten Fahrzeug für sich zu entscheiden.

Doch wie gestern Abend bekannt wurde, verständigten sich Audi und Porsche gemeinsam mit Volkswagen, zur maximalen Kosteneffizienz nur zwei Autos in Le Mans an den Start zu bringen. Somit werden die amtierenden Le-Mans-Sieger ihren Titel in der kommenden Saison nicht verteidigen können. Die Gerüchte das Nick Tandy seinen Porsche-Kollegen Romain Dumas ab 2016 im zweiten Porsche ersetzen wird, wurden durch die Stuttgarter inzwischen widerlegt. Porsche möchte die seit 2014 bestehenden LMP1-Fahreraufgebote auch im kommenden Jahr beibehalten.

Die Audi-Piloten Filipe Albuquerque, Marco Bonanomi und René Rast, welche in diesem Jahr den dritten Boliden aus Ingolstadt fuhren, werden somit auch nicht in Le-Mans antreten können und sich vorerst mit Simulator- und Testfahrten zufrieden geben müssen. Denn auch bei Audi bestehen aufgrund der beibehaltenden Fahrerpaarungen für 2016 keine Aufstiegschancen für die LMP1-Rookies.

Bild: WEC-Magazin (Walter Schruff)