Starke Rückkehr von Porsche in Le Mans

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Es war ein großartigen Auftritt der beiden LMP1-Boliden und doch ging das Porsche Team in der dramatischen Endphase leer aus. Nach 22 Stunden streikte der Motor des Wagens mit der Startnummer #22 von Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber. Durch diesen Zwischenfall verlor man nicht nur die Führung, man musste auch das Fahrzeug aus dem Rennen zurück ziehen. Auch für das Schwesterfahrzeug mit der Nummer #14 von Romain Dumas, Marc Lieb und Neel Jani lief es nach vielen Rennstunden nicht mehr nach Plan. Aufgrund eines Getriebeproblems wurde die Mannschaft stark im Rennen zurückgeworfen und verlor den Podiumsplatz.
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Nach einem fantastischen Rennstart, gefolgt von wechselhaften Wetterbedingungen, dramatischen Ausfällen und einer ruhigen Nachtphase, rückte Timo Bernhard im Porsche 919 Hybrid auf den ersten Platz vor. Gegen 12:36 Uhr übergab er den Boliden in Führung liegend an den Ex-Formel 1 Piloten Mark Webber. Zirka 20 Minuten nach dem Wechsel, verlangsamte sich der Prototyp des Australiers und rollte mit dem Elektromotor zurück zur Boxengasse. Den aufgetretenen Schaden konnten die Mechaniker nicht mehr reparieren. In einem Interview mit Porsche sagte Mark Webber: „Der Ausfall war hart für jeden im Team. Es wäre ein toller Erfolg gewesen, ins Ziel zu kommen. Ich glaube, keiner von uns hat erwartet, dass wir zu diesem späten Zeitpunkt des Rennens in dieser Position sein würden. Was Porsche geleistet hat, ist aller Ehren wert. Denn wir sind weit gekommen. Wenn du früh ausfällst, lernst du nichts. Wenn du eine Runde vor Schluss ausfällst, ist es noch brutaler. Es war unser erster Anlauf hier in Le Mans. Und wir waren immerhin sehr nah an einem Podestplatz.“

Knapp eine halbe Stunde nach diesem Zwischenfall erlitt das Fahrzeug von Marc Lieb einen Getriebeschaden. Gegen 12:54 Uhr schob man den Rennwagen mit der Startnummer #14 in die Box. Kurz vor dem Rennende brachten die Mechaniker das Fahrzeug zurück auf die Strecke, jedoch wurde diese Zieldurchfahrt nicht mehr gewertet.

In einem Interview mit Porsche, sagte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG: „Wir haben bei unserer Rückkehr nach Le Mans eine hervorragende Mannschaftsleistung gezeigt. Der Traum, unseren ersten Einsatz bei diesem Langstrecken-Mythos mit dem Porsche 919 Hybrid auf einem Podestplatz zu beenden, wäre fast in Erfüllung gegangen. Über längere Zeit durften wir sogar Führungsluft atmen. Ich möchte mich bei allen im Team und bei allen, die uns unterstützt haben, ganz herzlich für die harte geleistete Arbeit bedanken. Wir blicken jetzt nach vorne und kommen 2015 umso stärker wieder.“

Quellen: Porsche-Pressemitteilung