Saisonvorschau 2017: LMP2

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Mit der Einführung der vier Einheitschassis von Dallara, Onroak, Oreca und Riley/Multimac sowie einem vorgeschrieben Gibson V8-Motor, ändert sich in der LMP2-Klasse 2017 einiges. Allerdings haben es nicht alle vier Chassis in die WEC-Saison 2017 geschafft. Aufgrund der Erfolge in den vergangenen Jahren haben sich alle Teams für den Hersteller Oreca und dessen Neuentwicklung entschieden.

In diesem Jahr liegt der Schlüssel zum Erfolg, mehr als zuvor, in der Fahrereinstufung. Da jede Mannschaft einen Bronze- oder Silberfahrer neben dem Profipiloten verpflichten muss, wird in der diesjährigen LMP2-Klasse der schnellste „Amateure“ den Unterschied machen.

Durch den neuen Gibson V8 Motor werden die LMP2-Boliden so schnelle Runden abspulen, wie nie zuvor. In Le Mans rechnet man mit einem Zeitvorteil von bis zu zehn Sekunden pro Runde. Dies könnte dazu führen, dass die Autos, vor allem für weniger erfahrene Piloten, schwieriger zu kontrollieren sind.

Fahrereinstufung: B = Bronze, S = Silber, G = Gold, P = Platin

Vaillante Rebellion

Oreca 07 – Gibson

#13 – Mathias Beche (P), David Heinemeier Hansson (S), Nelson Piquet Jr (P)

#31 – Julien Canal (S), Nicolas Prost (P), Bruno Senna (P)

Rebellion Racing, die mehrfachen Titelträger der LMP1-Privatwertung, gehen in diesem Jahr erstmals eine Kategorie tiefer an den Start. Laut Aussagen des Teams besteht allerdings die Möglichkeit mit Beginn der Saison 2019 zurück in die LMP1 zu wechseln. Die Mannschaft aus der Schweiz startet mit zwei Oreca 07 und einem Top-Fahreraufgebot in die neue Saison. Unter anderem mit den Brasilianern Bruno Senna und Nelson Piquet Jr. sowie den ehemaligen LMP1-Piloten Mathias Beche und Nicolas Prost.

Rebellion dominierte die private LMP1-Klasse seit der WEC-Debütsaison im Jahre 2012. Es wird interessant zu sehen, wie sich die Mannschaft in diesem Jahr im größeren Feld schlagen wird. Das Team hat den Oreca 07 bereits bei den 12 Stunden von Sebring und den 24 Stunden von Daytona eingesetzt und somit wichtige Daten für die bevorstehende WEC-Saison gesammelt.

CEFC Manor TRS Racing

Oreca 07 – Gibson

#24 – Tor Graves (S), Jonathan Hirschi (G), Jean-Eric Vergne (P)
#25 – Roberto Gonzalez (S), Simon Trummer (G), Vitaly Petrov (P)

Manor startet auch in der Saison 2017 mit einem Aufgebot von zwei Fahrzeugen. Mit den chinesischen Sponsoren CEFC, Baxi und TSR hat sich das britische Team für 2017 völlig neu aufgestellt. Der interessanteste Punkt im Team CEFC Manor TSR Racing, ist die Verpflichtung des ehemaligen Formel-1 und Formel-E-Fahrers Jean-Eric Vergne, der mit Manor sein Sportwagendebüt geben wird. Teilen wird sich der Franzose sein Cockpit mit Jonathan Hirschi und Tor Graves. Im Schwesterfahrzeug #25 werden der Mexikaner Roberto Gonzalez, der ehemalige ByKolles-Fahrer Simon Trummer sowie der Ex-Fomel-1-Pilot Vitaly Petrov Platz nehmen.

G-Drive Racing

Oreca 07 – Gibson

#26 – Roman Rusinov (G), Pierre Thiriet (S), Alex Lynn (P)

Aufgrund seiner neuen Einstufung vom Silber- zum Goldfahrer, drohte Roman Rusinov mit dem Ausstieg aus der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft. Doch dank einer Neustrukturierung des Fahreraufgebotes bei G-Drive Racing, hat der Russe auch in diesem Jahr die Möglichkeit um den Titel zu kämpfen.

Pierre Thiriet, der ELMS-Champion von 2012, sowie der diesjährige Sieger der 12 Stunden von Sebring, Alex Lynn, werden Roman Rusinov beim Titelkampf in der Saison 2017 unterstützen.

TDS Racing

Oreca 07 – Gibson

#28 – François Perrodo (B), Matthieu Vaxivière (G), Emmanuel Collard (P)

Nach zwei Vizetiteln in der European Le Mans Series, wagt TDS Racing in diesem Jahr den Aufstieg in die WEC. Das Team, mit Hauptsitz in Saint-Aubès außerhalb von Montpellier, wird versuchen die Performance aus der ELMS auf die Debütsaison in der WEC zu transferieren

Die LMGTE-Am Champions François Perrodo und Emmanuel Collard wechseln in diesem Jahr aus ihrem Ferrari-Cockpit in den LMP2-Boliden von TDS Racing. Für Bronzefahrer Perrodo wird diese Saison ein Jahr voller neuer Eindrücke. Dennoch zählt das Team mit der Erfahrung von Emmanuel Collard und Matthieu Vaxivière zu den Titelanwärtern in dieser Saison.

Signatech-Alpine Matmut

Alpine A470 – Gibson

#36 – Nicolas Lapierre (P), Gustavo Menezes (G), Matt Rao (S)

Die LMP2-Meister von 2016 sind auch in dieser Saison wieder am Start. Mit der Alpine-Version des Oreca 07 einem der stärksten Fahreraufgebote bestehend aus Nicolas Lapierre, Gustavo Menezes und Matt Rao bestreiten die Franzosen die neue Saison.

Gustavo Menezes Fahrereinstufung wurde auf Gold erhöht, weshalb das Team einen neuen „Amateure“ Fahrer verpflichten musste. Matt Rao, welcher vergangene Saison für Manor startete, wird diese Rolle übernehmen und das Team verstärken.

Jackie Chan DC Racing

Oreca 07 – Gibson

#37 – David Cheng (S), Alex Brundle (G), Tristan Gommendy (P)
#38 – Ho-Pin Tung (G), Oliver Jarvis (P), Thomas Laurent (S)

David Cheng tritt auch in der WEC-Saison 2017 mit seinem Team DC Racing an. Diesmal allerdings mit der Unterstützung des Filmstars Jackie Chan als Namenssponsor. Auch wenn es der Name des Teams nicht vermuten lässt, wird der WEC-Einsatz durch die amtierenden ELMS-Meister Jota Sport geleitet.

Für die neue Saison hat die Mannschaft ein eindrucksvolles Fahreraufgebot zusammengestellt. Alex Brundle, der wohl schnellste P2-Fahrer der Gegenwart, teilt sich die #37 gemeinsam mit David Cheng und Platinfahrer Tristan Gommendy. Im Schwesterfahrzeug wird der ehemalige Audi-LMP1-Fahrer Oliver Jarvis das Auto mit Ho-Pin Tung und dem 19-Jährigen Thomas Laurent pilotieren.

Bilder: WEC-Magazin
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