Porsche: Perfektes Ergebnis beim Heimrennen

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Porsche 919 911
Nach einem spannenden 6-Stunden-Rennen am Nürburgring fuhren die Porsche-Werksteams sowohl in der LMP1 als auch in der GTE-Pro Klasse einen atemberaubenden Doppelsieg ein. Nach dem beeindruckendem Erfolg bei den 24 Stunden von Le Mans im Juli, untermauerte Porsche mit dem jüngsten Sieg vom Nürburgring die aktuelle Performance der Werksmannschaft.   

Porsche eroberte am vergangenen Wochenende die Podien des Nürburgrings. In der LMP1-Klasse war es das Trio Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber, welches den Gesamtsieg einfuhr. Dicht gefolgt vom Schwesterfahrzeug mit den Piloten Neel Jani, Romain Dumas und Marc Lieb. Nach dem Sieg zum Saisonfinale in Brasilien 2014 und dem Doppelsieg in Le Mans, war der Erfolg am Nürburgring der dritte Sieg für die noch junge LMP1-Mannschaft. Zudem war es der erste WEC-Triumph für das Trio rund um Mark Webber.

Trotz der guten Zeiten in Training und Qualifying sah es für Porsche vor der Renn-Halbzeit alles andere als gut aus. Das von der Poleposition gestartete Auto mit der Startnummer #18 bekam aufgrund eines technischen Defekts drei lange Stop-and-Go-Strafen aufgebrummt, verlor somit den rausgefahrenen Vorsprung und fiel bis in die hintere Verfolgergruppe zurück. Als Neel Jani dann zur Aufholjagt ins Auto stieg fuhr er innerhalb von 76 Runden vom sechsten Rang auf Platz zwei und verbrauchte dabei zweieinhalb Tankfüllung. Zugleich gelang es dem Schweizer die schnellste Rennrunde des Tages von 1.37:955 Minuten aufzustellen.

Auch in der GTE-Pro Klasse sah es zu Anfang des Rennens nicht nach dem fantastischen Endresultat aus. Doch nach exakt 23 Minuten schaffte es der von Position vier gestartete Michael Christensen in sein Porsche 911 RSR die Führung der GTE-Pro zu übernehmen, welche er gemeinsam mit Richard Lietz bis zum Ende behaupten konnte. Die Teamkollegen in der #92 hatten in der Anfangsphase noch härter zu kämpfen. Wegen eines vermeintlichen Frühstarts wurde eine Strafe gegenüber Frederic Makowiecki verabschiedet, welche das Team bis ans Ende des Feldes zurückwarf. Doch in einer unglaublichen Aufholjagt lieferten sich Makowiecki und sein Teamkollege Patrick Pilet zahlreiche Rad-an-Rad-Kämpfe mit dem übrigen GTE-Pro Feld und machten im weiteren Rennverlauf Boden gut.
Porsche #77
Nach drei Stunden dann die Doppelführung für das Team. Zu diesem Zeitpunkt lagen beide Fahrzeuge von Porsche eine Runde vor der restlichen Verfolgergruppe. Gegen Ende des Rennens wurde dann eine weiter Strafe gegen das Auto mit der Startnummer #92 verhängt, jedoch geriet aufgrund des großen Vorsprungs der Doppelsieg nicht mehr in Gefahr und man konnte vor dem schnellsten Ferrari das Rennen beenden.

In der GTE-Am Klasse schrammte das Porsche-Kundenteam Proton Racing nach einem starken Auftritt am letzten Podiumsplatz vorbei. Das Auto von Patrick Dempsey, Patrick Long und Marco Seefried konnte über zahlreiche Runden die Führung behaupten, dennoch reichte es am Ende des Tages nicht aus und man musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Ebenfalls lag Porsche-Werksfahrer Earl Bamber im Schwesterfahrzeug lange in Führung der GTE-Am Klasse und fuhr zwischenzeitlich schnellere Runden als das höhere GTE-Pro-Feld. Doch zum Schluss musste auch er sich mit seinen Teamkollegen Khaled Al Qubaisi und Christian Ried nach einem Unfall geschlagen geben und kam auf dem sechsten Platz ins Ziel.

Der amtierende Le-Mans-Sieger Nick Tandy, welcher seine Ambitionen im LMP2-Team von KCMG weiter vorsetzte war am Nürburgring erfolgreich und holte zusammen mit seinen Teamkollegen den Klassensieg.

Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)
via: Porsche-Pressemitteilungen