Hitze in Le Mans könnte Auswirkungen auf das Rennen haben

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Dieses Wochenende könnte in Le Mans eines der heißesten der Geschichte des 24-Stunden-Rennens werden, mit Temperaturvorhersagen über 33°C am Sonntag. Die Hitze könnte aufgrund von kürzlichen Regelanpassungen eine bedeutende Rolle im Renngeschehen spielen.

Unter den neuen Regeln dürfen die Temperaturen im Cockpit nicht über 32°C ansteigen. Wenn Temperaturen in diesem Bereich prognostiziert werden, ist die FIA WEC berechtigt das Rennen, oder Teile davon, als „heißes Rennen“ zu erklären (ähnlich wie die Bekanntgabe eines „Regenrennen“ unter nassen Streckenbedingungen).

Einige Teams verwenden Klimaanlagen um den Fahrkomfort zu verbessern und die Temperaturen auf einem stabilen Niveau zu halten. Wenn ein Rennen dann als sogenanntes „heißes Rennen“ deklariert wird müssen die Teams, welche die Cockpit-Temperatur nicht unter 32°C halten können, die Länge der Stints einkürzen. Somit darf ein Fahrer anstatt der üblichen drei Stunden nur noch 80 Minuten am Stück hinter dem Steuer sitzen

In der LMP1-Klasse ist der große Unterschied zwischen Porsche und Toyota, dass der Porsche 919 Hybrid über eine Klimaanlage verfügt und der Toyota TS050 nicht. Sollten die Temperaturen wie vorhergesagt steigen, müsste Toyota die Stintlängen seiner Fahrer auf 80 Minuten herabsetzten. Auf der anderen Seite hindert die Klimaanlage von Porsche die volle Leistungsentfaltung des Fahrzeuges.

Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Vorschriften angewandt werden. Angesichts der Tatsache, dass die Temperaturen erst am Sonntagnachmittag über 32°C ansteigen werden, wird das wohl Rennentschieden sein. Wenn die führenden Autos jedoch nah beieinander sind, wird die Beschränkung der Stintlänge eine spannende und unvorhersehbare Komponente in einer bereits faszinierende Schlacht.

Bild: WEC-Magazin