Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

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Nach einem Atemberaubenden Qualifying startete Porsche mit einer Doppelpole in das 6-Stunden-Rennen von COTA. Während Porsche die Spitze behaupten konnte, zog der amtierende Weltmeister Sebstien Buemi in der Startphase am viert-platzierten Andre Lotterer im Audi #7 vorbei. In der LMP2-Klasse konnte G-Drive Racing ebenfalls die ersten beiden Startplätze verteidigen, verlor jedoch in der ersten großen Boxenstopp-Phase die Führung an KCMG.

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Nach einem fantastischen Start von Patrick Long im Porsche #77, schaffte er es im langsameren GTE-Am Fahrzeug an den beiden Ferraris der GTE-Pro Klasse vorbei und konnte diese lange Zeit im Rückspiegel behalten. Gut eine halbe Stunde nach dem Start griff Ferrari-Pilot James Calado die vor ihm fahrenden Aston Martins #97 und #99 an, welche er überholen konnte, selbst jedoch nach einem heftigen Verbremser wieder zurück fiel. Den Rebellion #13 holten die Probleme aus dem Training wieder ein und er musste zur Reparatur an die Box.

Nachdem alle Fahrzeuge ihren ersten Boxenstopp absolviert hatten, sortierte sich das Feld wieder und der Porsche #17 konnte die Führung übernehmen. In der LMP2-Klasse entfachte Zeitgleich ein Kampf zwischen dem ESM-Boliden #30 und dem G-Drive #26 über zahlreiche Runden um Rang zwei. Dann ein Schockmoment für alle Audi-Fans. Die Corvette #50 ließ dem R18 e-tron quattro mit der Startnummer #7 zu wenig Platz und krachte in ihn. Glücklicherweise konnten beide Fahrzeuge ohne nennenswerte Beschädigungen das Rennen fortsetzten.

Gegen Ende der zweiten Rennstunde drehte sich G-Drive Pilot Gustavo Yacaman beim an-bremsen auf Kurve 11 und verlor Platz vier. Kurz darauf machten die ESM-Mannschaft einen weiteren Boxenstopp mit Fahrerwechsel, was an die Sieg-Strategie von Porsche erinnert. Während des Stopps der Lokalmannschaft wurde der Toyota #1 an die Box gerufen. Anthony Davidson hatte jedoch ein Problem mit dem Fahrzeug und verpasste die Einfahrt zur Box. Somit musste der Brite eine weitere Runde im Motorschonenden-Modus um den Kurs fahren.

Zirka 10 Minuten später hielten alle Zuschauer den Atem an. Ed Brown hob ungebremst in der letzten Kurve ab und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. In Folge dessen entschied die Rennleitung für die Bergung des Boliden die gesamte Strecke unter gelb zu setzten. Nach der Wiederaufnahme stieß der Toyota #2 von Mike Conway auf eine vor ihm fahrende GTE-Am Gruppe. Unglücklicherweise sahen die Fahrer den Briten zu spät und er wurde von der Strecke gedrängt, was für ihn mit einem Dreher endete. Gleichzeitig schaffte es der Strakka #42 nach über 7 Runden an dem vor ihm liegenden G-Drive #28 vorbei.

Während dessen wurde Mark Webber im Führungsfahrzeug #17 an die Box gerufen und fuhr in der Dämmerung an seiner Box vorbei. Die Crew musste den Australier ein ganzes Stück durch die Box schieben um den Stopp absolvieren zu können. Kurz vor dem Ende der dritten Rennstunde verlor Mike Conway beim beschleunigen aus Kurve 11 sein Fahrzeug und schleuderte in die linke Seitenbegrenzung. Aufgrund der starken Beschädigungen am Fahrzeug musste der Toyota-Pilot sein Fahrzeug abstellen. Die Rennleitung rief zur Bergung eine Full-Course-Yellow Phase aus.

Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)