Ferrari glänzt im Regen, Toyota in der Sonne von Fuji

Toyota im Freien Training von Japan (Fuji)

Die WEC ist aus der langen Sommerpause zurück und gastiert dieses Wochenende in Fuji. Bereits im Freien Training zeigte sich der Einfluss des Regen auf die Hypercars.

Jedes Rennen in Fuji ist ein Glücksspiel zwischen Sonne und Regen, da der Kurs eingeklemmt zwischen dem mächtigen Berg und dem Ozean ist. Toyota konnte sich auf sein Heimrennen in der Vergangenheit immer bestmöglich vorbereiten und war sechs Jahre in Folge ungeschlagener Favorit. Doch in diesem Jahr gibt es erstmals wieder ein volles Starterfeld mit unterschiedlichen Gegnern in der Hypercar-Klasse. Wer am Sonntag die Nase vorn hat, wird wohl zu einem großen Teil das Wetter entscheiden.

In der Nacht zum Freitag hatte es stark geregnet, am Fuji Speedway. Entsprechend nass und feucht waren die Bedingungen zum Start des ersten freien Trainings. Zur Überraschung kamen Ferrari und Peugeot mit dem Mix aus hoher Geschwindigkeit und nasser Fahrbahn am besten zurecht und konnten sich die Spitzenpositionen schnappen. Die #50 landete auf P1 vor dem Schwesterfahrzeug #51 und dem Peugeot #94. Der beste Toyota kam am Ende auf Rang sieben.

Ganz anders war hingegen das Kräfteverhältnis in der zweiten Tageshälfte beim FP2. Peugeot hatte schwer zu kämpfen und musste sich mit Platz sieben (#93) begnügen. Ferrari kam schon etwas besser voran, war jedoch mit rund 1,1 Sekunden deutlich langsamer als die Toyotas. Während Ferrari auf die Ränge vier und sechs fuhr, platzierte sich Toyota mit der #8 und #7 auf den Positionen eins und zwei. Ebenfalls besser unterwegs im Trockenen war der Porsche 963. Der Wagen vom Hertz-Team (#38) fuhr auf Rang drei, während der beste Werksporsche (#5) auf Platz fünf fuhr.

Der Regen wird somit noch bedeutsamer für das Rennen in Fuji als in den vergangenen Jahren. Während für das Qualifying am Samstag konstante und trockene Bedingungen bei strahlender Sonne angekündigt sind, stehen in der zweiten Rennhälfte vom Sonntag die Chancen auf Regen bei 50 – 60 %. Einen Rückblick auf die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre in Japan haben wir in der jüngsten Folge unseres Podcast thematisiert. Die Ergebnisse beiden Session FP1 und FP2 haben wir entsprechend für Euch verlinkt.

Titelbild © FIA WEC Pressematerial – 2022 Harry Parvin focuspackmedia.com