Der Le Mans-Rennwagen von Peugeot

Ein Ende auf Raten

Nach dem der ACO über die vergangenen Jahrzehnte die Oberhand in der WSC hatte, wollte sich nun die FIA mehr einbringen um größere Gewinne einfahren zu können. Man begann die 3,5-Liter-Saugmotoren der Formel 1 auch für die Sportwagen-Weltmeisterschaft vorzuschreiben. Des Weiteren erhöhte man die Anzahl der Rennen im Kalender und verpflichtete die Wagenbauer zur Einschreibung für eine ganze Saison, wenn diese an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen wollten.

Für die Vermarktung und Feinabstimmung beauftragte man Bernie Ecclestone, welcher bereits in der Formel 1 ein wahres Wunder vollbracht hatte. Dieser jedoch hatte kein Interesse daran den Erfolg seiner Formel 1 in Gefahr zu bringen und ging nur halbherzig an das Projekt „Aufwertung der WSC“. Die Einschnitte in das Grundkonzept zogen eine Explosion der Kosten nach sich. Ähnlich wie in der Formel 1 mussten nun auch hier die Wagenbauer wesentlich höhere Startgebühren in Kauf nehmen, wenn sie an der Weltmeisterschaft teilnehmen wollten. Durch die neuen Motorenvorgaben und die verhältnismäßig geringe Auswahl stiegen schnell die Motorenpreise und bei den ersten Teams kam es zu finanziellen Engpässen.

Der Druck wurde immer höher und mit jeder neuen Saison wurden die Regeln verändert. Dies wiederum sorgte für regelmäßig steigende Entwicklungsarbeit und die Kosten für alle beteiligten verdoppelten sich von Jahr zu Jahr. Die Ticketpreise und Antrittsgebühren kletterten innerhalb kürzester Zeit in astronomische Höhen und überstiegen schließlich jene der Formel 1, da die FIA immer größere Gewinne einfahren wollte. Im Jahr 1990 waren die Kosten so hoch, dass sich fast alle Privatmannschaften aus der WSC zurückzogen. Auch die Wagenbauer verloren langsam das Interesse und die Rennserie zunehmend an Fans.