Erfolgreiches Rennen für Jota und SARD-Morand

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Seit den letzten vier Jahre tritt die ELMS-Mannschaft von Jota Sport regelmäßig als Gaststarter bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps an. Jedes Jahr schafft es das Team mit der Startnummer 38, den WEC-Gegnern die Stirn zu bieten und am Ende um das Podium zu kämpfen. Ein ähnliches Bild zeigten die Briten auch wieder in diesem Jahr.

Das Jota Sport Team hat derzeit einen guten Lauf. Nach dem man im vergangenen Jahr den Le Mans Sieg in der LMP2 einfahren konnte, folgte am Jahresende der Gesamtsieg der ELMS. Frisch gestärkt ging die britische Mannschaft dann zum Saisonbeginn in Silverstone an den Start und verpasste den ersten Platz mit 0,370 Sekunden nur ganz knapp. Von dieser Leistung beflügelt stand gestern der alljährliche Gaststart in der WEC auf dem Programm.

Im Qualifying fuhr die #38 auf die fünfte Startposition. Dank einer nachträglichen Strafe für den KCMG auf der zweiten Startposition, rückte das LMP2-Feld auf und der Jota ging von Position vier ins Rennen. Durch einen Frühstart übernahm der offene Gibson-Prototyp frühzeitig die Führung der Klasse und konnte sich absetzten. In den ersten Runden versuchte G-Drive mit der #26 auf der Verfolgerposition Jota anzugreifen, erzielte jedoch nicht das erhoffte Ergebnis. Im laufe der ersten Stunde nahm die Rennleitung den Start des Jota genauer unter die Lupe und bestätigte den Frühstart. Als Konsequenz musste die #38 eine 15 Sekunden Stopp & Go Strafe absolvieren. Doch trotzt dieses zusätzlichen Hindernisses schaffte es das ELMS-Team nach einigen zähen Kämpfen mit den beiden G-Drive Fahrzeugen, die Führung zurückzuerobern. Die Strategie für den restlichen Rennverlauf passte perfekt und trotz der nötigen Boxenstopps schaffte man es jedesmal zurück nach vorne.
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Ein ähnlich positives Resultat kann das neue SARD-Morand Team vom Wochenende ziehen. Die letzten Monate waren nicht leicht für die Japanisch-Schweizer Mannschaft und man hatte stark zu kämpfen. Mit nur einem Auto und dem neu gemischten Trio waren die Erwartungen an das Team nicht besonders groß. Um so überraschender war das Resultat des LMP-Qualifyings. Auf Anhieb platzierte sich die #43 auf dem dritten Startplatz und zeigte, dass man schnell ist. Durch die Strafversetzung des KCMG ging SARD-Morand schließlich von der zweiten Position ins Rennen, konnte sich jedoch nicht gegen die stärkeren G-Drive Coupés verteidigen. Über das gesamte Rennen fiel das junge Team weder positiv noch negativ groß auf und kämpfte solide im LMP2-Feld. In der letzten Stunde war das Glück auf der Seite der Neueinsteiger und durch den Ausfall des G-Drive #26 konnte man den dritten Podestplatz einfahren.

Die Mannschaft aus Russland hingegen reist mit gemischten Gefühlen aus Belgien ab. Man konnte zwar mit der #26 die Poleposition einfahren, musste jedoch das Rennen vorzeitig beenden. Ein größerer Schaden am Motor hinderte das Pole-Fahrzeug daran, einen Start-Ziel-Sieg einzufahren. Glücklicherweise konnte der Schwesterwagen #28 die verlorenen Position übernehmen und auf den zweiten Platz fahren. Da das Jota Team nur als Gaststarter angetreten war, wird der G-Drive #28 mit 25 Punkten versehen und alle folgenden Teams rücken entsprechend eine theoretische Position auf. Dennoch haben Roman Rusinov und sein Team gezeigt, dass man in diesem Jahr noch härter kämpft um den Titel zu erreichen.

Spannend wird der nächste Lauf in Le Mans, wo das Jota Team erneut auf die beiden G-Drive treffen wird. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe und es stellt sich unweigerlich die Frage, ob die Russen es schaffen, das britische ELMS-Team zu bezwingen oder ob die #38 erneut an der Spitze stehen wird.

Bildquelle: WEC-Magazin (Walter Schruff)