Bahrain-Test: Montoya schnellster

Eingetragen bei: Auswertung, Fahrer, Fahrzeug, Juniorfahrer, LMGTE, Saison-Test | 0

Nachdem am Samstag die WEC-Saison 2015 nach einem atemberaubenden Finale in Bahrain ein Ende fand, blieben die meisten Teams für einen fünfstündigen Test an der Strecke. Der Fokus am Testtag lag vor allem darauf, Fahrern die Chance zu geben, sich in einem WEC-Boliden zu beweisen und erste Erfahrung zu sammeln.
#17 PORSCHE TEAM (DEU) PORSCHE 919 LMP1 HYBRID JUAN PABLO MONTOYA (COL)
Der ehemalige Formel-1-Pilot, Juan Pablo Montoya, eroberte im LMP1-Weltmeisterfahrzeug von Porsche die schnellste Zeit des Testtages. Der Kolumbianer fuhr in einer Zeit von 1:40,861 Minuten um den Wüsten-Kurs. Zum Vergleich: Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard holte mit einer Rundenzeit von 1:39,670 Minuten im selben Fahrzeug zwei Tage zuvor die Poleposition. Andreas Seidel, der Teamleiter des Porsche LMP1-Programmes erklärte, dass er beeindruckt sei von der Leistung, welche der Indy-500-Sieger an den Tag legte. Seidel fügte hinzu, dass die Wetterbedingungen einer schnellen Runde eigentlich nicht entgegen kamen.

Richie Stanaway, welcher sich in dieser Saison neben seinen Aston Martin Teamkollegen Fernando Rees und Alex McDowall einen Namen machen konnte, fuhr die zweitschnellste Zeit des Tages ein. Der junge Neuseeländer testete für das Audi Sport Team Joest den R18 e-tron quattro. Seine Zeit lag zwei Sekunden hinter der von Montoya, allerdings unterlag der Audi auch die komplette Saison dem Porsche 919 Hybrid.

Die drittschnellste Tageszeit schnappte sich der Schützling von Weltmeister Mark Webber. Der 21-jährige Neuseeländer Mitch Evans, welcher in diesem Jahr bei seinem Le-Mans-Debüt den Vizetitel in der LMP2-Klasse einfuhr, setzte sich mit einer Zeit von 1:42.946 im LMP1-Porsche hinter den Audi. Seine Zeit war lediglich sieben Zehntel langsamer als die von Stanaway. Bei Toyota überzeugte LMP2-Champion Sam Bird mit einer Zeit, welche nur eineinhalb Sekunden langsamer war, als die Referenzzeit des Vorjahresweltmeisters Anthony Davidson.
#97 ASTON MARTIN RACING (GBR) ASTON MARTIN VANTAGE V8 GTE VERSION 2016 ( DARREN TURNER (GBR) JONATHAN ADAM (GBR) MARCO SØRENSEN (DNK)
In der LMP2 schnappte sich der Formel-3-Pilot Matthew Rao im Signatech Alpine ORECA-Nissan 03R die schnellste Zeit. Ihm gelang es die Strecke in 1:52.246 Minuten zu umrunden. Knapp hinter ihm reihte sich GP2-Star Julian Leal ein, welcher ebenfalls für Signatech testete.

Unter den GTE-Fahrern sicherte sich Porsche Supercup-Champion Philipp Eng die Spitzenposition mit einer Rundenzeit von 2:00.246. Somit war er minimal schneller als sein Testkollege Nick Catsburg im zweiten Manthey Porsche. Aston Martin baute über Nacht das Fahrzeug mit der Nummer #97 um und testete mit den ausgewählten Rookies die aktualisierte Version des Aston Martin Vantage GTE, welcher in der kommenden Saison zum Einsatz kommen soll.

via: Autosport
Bilder: Sportscar365