Audi gewinnt in den Ardennen

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Die Audi-Piloten Lucas Di Grassi, Oliver Jarvis und Loic Duval sichern sich in ihrem R18 e-tron quattro den Sieg der 6 Stunden von Spa-Francorchamps. Das Porsche-Team #2 von Lieb, Dumas und Jani sichern sich den zweiten Gesamtrang. Der Schweizer Privatmannschaft Rebellion Racing gelang der Sprung auf Gesamtplatz drei.

Nach einem Zwischenfallreichem Lauf, in welchem die zu Anfang starken Toyota ausfielen, sichert sich Audi den Gesamtsieg. In der GTE-Pro Klasse holten die Ferrari-Piloten Davide Rigon und Sam Bird ihren ersten WEC-Sieg der Saison. Die Ford-Mannschaft #67 fuhr nach dem Ausfall des Schwesterautos auf Rang zwei. Rees, Stanaway und Adam holten im Aston Martin #97 den dritten Platz.

Die französische Mannschaft Signatech-Alpine #36 sicherte sich den Sieg in der LMP2-Klasse. Nach einem starken Schlusssport konnte Pipo Derani den zweiten Platz für Extreme Speed Motorsport #31 einfahren. Die Manor-Mannschaft #45 rund um den ehemaligen Formel-1-Piloten Roberto Mehri beendet den Lauf auf dem dritten Rang. In der GTE-Am Klasse war es das Aston Martin Trio Lauda, Dalla Lana und Lamy welches ganz oben auf dem Podium stehen konnte. Die Ferrari-Mannschaft #83 beendete das 6 Stunden Rennen vor dem Team Larbre Competition #50 auf Position zwei.

Mit Beginn der vierten Stunde wurden gegen den AF Corse Ferrari #83 aufgrund mehrfacher Überschreitung der Streckenbegrenzungen eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen. Der Toyota TS050 mit der Startnummer 6 hatte mit technischen Problemen zu kämpfen und musste zu einer längeren Reparatur in die Box.

Währenddessen konnten sich die Teamkollegen im Fahrzeug Nummer 5 an der Spitze weiter absetzten. In der LMP2-Klasse gab es durch einen Unfall der #44 von Manor und dem LMP1 Fahrzeug #13 von Rebellion Racing einen Positionswechsel an der Spitze. Aufgrund des Zwischenfalls in der ersten Kurve konnte sich die Signatech-Alpine #36 die Führung schnappen.

In der LMP1-Klasse wurde wegen eines Unfalls mit dem Ferrari #86 eine Durchfahrtsstrafe gegenüber der Audi-Mannschaft #7 ausgesprochen. Während des Antritts der Strafe, wurde der Porsche #1 nach einer langen Reparatur wieder zurück ins Rennen geschickt und konnte es auf dem 33. Rang wieder aufnehmen. Auch der zweitplatzierte Tor Graves hatte in seinem Manor mit der #44 zu kämpfen und rutschte nach Reifendruckverlust von der Strecke.

Auch in der GTE-Pro Klasse kam Schwung auf und Ferrari-Pilot Gianmaria Bruni verlor nach seinem Pflichtboxenstopp die Führung an seinen Teamkollegen Davide Rigon im Auto #71. Auch die Ford-Boliden konnten durch den Boxenstopp Plätze gutmachen und rutschen auf die Ränge drei und vier nach vorn.

Dann der Schock bei der Toyota-Mannschaft #5: In Führung liegend gab es eine starke Rauchentwicklung am Heck des TS050 von Kamui Kobayashi und er musste zur Reparatur an die Box. Somit verlor das Team aus Japan die Führung an den Audi #8. Zum Rennende schaffte es Toyota jedoch, den Wagen zurück auf die Strecke zu schicken.

Nachdem das Feld ohne große Veränderungen in die letzte Stunde ging, gab es einen schweren Abflug von Ford-Fahrer Stefan Mücke. Bei voller Geschwindigkeit platze dem Deutschen der linke Hinterreifen in der Eau Rouge Kurve und er landete in der Streckenbegrenzung. Dieser heftige Einschlag hatte eine lange Safetycar-Phase zur folge. Mücke wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert, schien nach ersten Informationen aber wohl auf zu sein.

Auch für die Rennführenden rund um Loic Duval lief es in der finalen Stunde nicht nach Plan. Wegen technischen Problemen musste man das Auto in die Boxengasse schieben, dank der Safetycar-Phase verlor man jedoch keine Positionen an die Verfolger.

Nach einer stundenlangen Führung wurde der Ferrari #51 von Bruni und Calado sieben Minuten vor Rennende an die Box gerufen und schafften es nicht mehr zurück auf die Strecke. Auch der LMP2-Bolid von Baxi DC Racing hatte mit Problemen in der Schlussphase zu kämpfen und musste nach einem Reifenplatzer das Rennen vorzeitig beende.

Bilder: WEC-Magazin