Wer beerbt Wurz bei Toyota?

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Die Toyota-Mannschaft beendet die Saison 2015 mit zwei traurigen Augen. Zum einem fand man in diesem Jahr keinen Anschluss an die Konkurrenz und verlor den Weltmeistertitel an Porsche und zum anderen gab der langjährige Werkspilot Alexander Wurz seinen Austritt aus dem aktiven Motorsport bekannt.

Mit Rückendeckung von Wurz, welcher ab 2016 eine Rolle als Fahrerberater einnehmen wird, möchte man in der kommenden Saison neu angreifen und sich die Weltmeisterschaft zurück erkämpfen. Doch welcher Pilot das Toyota Team als treibende Kraft im neuen Wagen unterstützen wird, ist noch unklar.

Angesichts der aktuellen Medienaktivitäten durch Toyota von Kazuki Nakajima, Anthony Davidson, Sebastien Buemi, Stephane Sarrazin und Mike Conway, scheint es das die Japaner auch 2016 auf diese Piloten setzten werden. Doch die große Unbekannte ist, wer den zweifachen Le-Mans-Sieger Alexander Wurz im Prototypen ersetzen wird.

Vom derzeitigen Standpunkt aus betrachtet, gibt es vier mögliche Kandidaten, welche für die Weltmeister von 2014 in Frage kommen könnten. Der erste Fahrername, welcher immer wieder in Gesprächen um ein Toyota-Cockpit auftaucht, ist der des ehemalige Formel-1-Pilot Kamui Kobayashi. Der Japaner füllte in diesem Jahr die Rolle als Test- und Ersatzfahrer bei Toyota aus und wurde nach dem Trainings-Unfall von Nakajima auf die 24 Stunden von Le Mans vorbereitet, allerdings kam er aufgrund der schnellen Genesung seines Landsmannes nicht zum Einsatz. Doch nun könnte Kobayashi, welcher zuletzt in der Super Formula an den Start ging, endlich den Schritt zu seinem WEC- Comeback schaffen.

Ein weiterer denkbarer Kandidat für den Platz im Toyota wäre der Franzose Nicolas Lapierre. Nach seinem plötzlichen Rückzug aus der WEC-Saison 2014, welcher ihm die Weltmeisterschaft kostete, trat Lapierre in diesem Jahr als Ersatzfahrer in WEC und ELMS an und konnte gemeinsam mit dem Team KCMG die LMP2-Klassenwertung der 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Laut dem Wagenbauer, welcher sich bis heute nicht zu den Austrittsgründen von Lapierre geäußert hat, soll der Franzose immer ein Teil des Teams bleiben und mit ihnen zusammen arbeiten können. Eventuell entscheidet sich die Mannschaft für Nicolas Lapierre und baut auf dessen Erfahrung für die Mission 2016.

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Sam Bird testete bereits in Bahrain den Toyota TS040

Zwei weitere Piloten, welche Toyota im kommenden Jahr unterstützen könnten, sind Alex Lynn und Sam Bird. Die beiden Briten testeten bereits in Bahrain für den Hersteller und werden derzeit als zukünftige Werkspiloten gehandelt. Jedoch vermutet man eher das Alex Lynn, welcher für das Williams Formel-1-Team als Test- und Entwicklungsfahrer fungierte, von Toyota ein ähnliches Angebot bekommen könnte und somit die Rolle von Kobayashi übernimmt.

Sam Bird, welcher beim Rookie-Test eine gute Figur im Toyota machte, hat von allen potentiellen Kandidaten die wohl geringsten Chancen auf einen Sitz im Le-Mans-Prototypen. Zwar sprechen seine diesjährigen Erfolge in der LMP2-Klasse (einschließlich Titelgewinn) für ihn, dennoch unterschrieb der Brite für diese Formel-E-Saison einen Werksvertrag bei dem Autobauer Citroen, welchen seine Chancen auf einen Toyota-Platz erheblich schmälern.

Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)