Was Ihr über den WEC-Kalender 2020/2021 wissen müsst

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Der WEC-Kalender 2020/2021 steckt voller Überraschungen. Neben den neuen Hypercars erwarten uns zwei neue Austragungsorte und ein neuer Kontinent.

Der Kalender für die WEC-Saison 2020/2021

Das Ende des Prologs

Viele WEC Fans kennen den schon fast traditionellen Prolog. Bei diesem Event wurde stets eine neue Saison eingeläutetet und Fans, Teams und Fahrern kamen erstmals in Kontakt mit den neuen Fahrzeugen. Diese Eröffnungsveranstaltung wird es künftig nich mehr geben.

Mit Beginn der Saison 2020/2021 werden die Hypercars ihr Debüt nicht mehr in Paul Ricard oder Barcelona geben, sondern in der Heimat des britischen Motorsports. Auf dem Silverstone Circuit erwartet uns eine Art „Englische Woche“ wo die Teams für Testzwecke bereits ein Wochenende vor dem ersten Saisonrennen an die Strecke reisen.

Neues Rennkonzept für Silverstone

Eine Änderung gibt es auch beim eigentlichen Silverstone-Rennen. Nachdem es 2019/2020 auf 4 Stunden gekürzt wurde, gibt es 2020/2021 wieder die 6 Stunden von Silverstone. Zudem findet der WEC-Lauf am Samstag statt, bei dem die neuen Hypercars vom Tag in die Nacht fahren. Die European Le Mans Series fährt ebenfalls an diesem Wochenende, jedoch tags darauf.

Brasilien und China sind raus

Auch außerhalb Europas gibt es einige Veränderung zu verzeichnen. Das 2019/2020 kurzfristig gestrichene Rennen von Sao Paulo wird auch in den WEC-Kalender 2020/2021 nicht mehr zurückkehren. Organisatoren, Streckenbetreiber und Veranstalter schaffen es nicht ein stabiles Finanzkonzept für den Lauf auf die Beine zu stellen.

Zudem werden wir uns vom Shanghai International Circuit verabschieden müssen. Nachdem die 6h Shanghai zuletzt auf 4 Stunden gekürzt wurden, fällt die Rennstrecke in China 2020/2021 endgültig aus dem Kalender. Der Kurs war seit 2012 ohne Unterbrechung Teil der WEC, da Audi gern auf dem chinesischen Markt präsent sein wollte. Ohne den deutschen Hersteller gibt es keinen Rückhalt mehr für das Rennen.

Zwei neue Strecken, ein neuer Kontinent

Durch den Wegfall der beiden Rennen schafft die WEC jedoch Platz für Neues. Nach dem erfolgreichen Prolog 2017 in Monza gibt es nun die versprochene Rennpremiere der Langstrecken-WM in Italien. Ein Rennen auf der Highspeed-Strecke wurde lange von den Fans gewünscht und auch Hersteller Ferrari hatte sich oft für eine Aufnahme ausgesprochen.

Eine noch bedeutendere Änderung ist jedoch die Kontinental-Premiere in Afrika. Erstmals in der WEC-Geschichte wird es ein Rennen auf dem Kontinent geben. Im Südafrikanischen Kyalami gastiert die FIA WEC im Februar 2021 für ein 6-Stunden-Rennen. Für das Land ist es die Wiedererweckung aus einem langen Schlaf, denn fast 20 Jahre wurde kein großes Motorsport-Event dort ausgetragen.

Keine neuen Experimente bei der Rennlänge

Mit der Saison 2019/2020 experimentierte die FIA WEC erstmals mit neuen Rennformaten und Rennlängen. So gab es neben den 1000 Meilen von Sebring und den bekannten 6-Stunden-Rennen auch 4h und 8h-Formate.

Mit dem WEC-Kalender 2020/2021 finalisiert man diese Konzepte nun und baut sie fest in die Ausrichtung der Rennserie ein. Während man sich von den kürzeren 4-Stunden-Rennen wieder verabschiedet, werden die längeren 8-Stunden-Formaten ein fester Bestandteil. So bleibt der Lauf in Bahrain bei 8h und die 1000 Meilen von Sebring werden ebenfalls als 8-Stunden-Rennen festgeschrieben.

Große Experimente wird es wohl in Zukunft vermutlich nicht geben. Während zusätzliche Rennen wie zum Beispiel in Australien oder Mexiko 2021/2022 nicht ausgeschlossen sind, wird es hingegen keine neue Rennlänge geben. Die offiziellen Formate der WEC sind von nun an 6 Stunden als Standard-Länge, 8 Stunden für Highlight-Rennen und 24 Stunden für das Saisonfinale.

Bilder © FIA WEC – Pressematerial