Toyota gewinnt das Rennen und den WM-Titel

Toyota Gazoo Racing holte bei den 8 Stunden von Bahrain den Sieg im Rennen und damit auch den Titel in der Hersteller- & Fahrer-WM. In der GTE-Pro-Klasse wurde der Titelkampf nach einer spannenden achtstündigen Schlacht erneut bis zur letzten Sekunde ausgetragen.

Die beiden Werks-Toyotas erwiesen sich auf dem Bahrain International Circuit einmal mehr als absolute Referenz im Feld der Hypercars. Die Japaner fuhren ein relativ störungsfreies Rennen und brachten ihren Vorsprung souverän nach Hause.

In der Anfangsphase des Rennens war es der Toyota mit der Startnummer 8, der die Nase vorn hatte und vom Peugeot mit der Startnummer 93 und dem Schwesterauto mit der Startnummer 7 verfolgt wurde. Nachdem Mike Conway und Kamui Kobayashi den GR010 Hybrid mit der Startnummer 7 übernommen hatten, konnten sie das Schwesterauto einholen, vorbeiziehen und die Führung bis zur Zielflagge halten.

Alpine am Ende Chancenlos

Alpine, der in der Fahrerwertung punktgleich in das letzte Rennen ging, belegte einen achtbaren dritten Platz, hatte aber keine Chance, die Werks-Toyotas zu schlagen. Der Podiumsplatz war dennoch ein würdiger Abschluss für den letzten Einsatz eines LMP1-Autos in der WEC-Geschichte.

Peugeot setzte seinen Aufwärtstrend fort, musste aber auch in diesem Rennen mit Problemen kämpfen. Das Auto mit der Startnummer 93 blieb nach ein paar Stunden mit Getriebeproblemen auf der Strecke stehen und beendete das Rennen nach rund sechs Stunden in der Garage. Das Auto mit der Startnummer 94 beendete das Rennen mit sechs Runden Rückstand als Vierter.

Ferrari gewinnt das Rennen und den WM-Titel

GTE-Pro-Ära endet mit einer Zitterpartie

Das letzte GTE-Pro-Rennen der Langstrecken-WM erreichte einen spektakulären Höhepunkt, als sich Ferrari und Porsche erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den WM-Titel lieferten.

Eine frühe Gelbphase nach einer Stunde des Rennens brachte die Reihenfolge völlig durcheinander, da einige Autos bei grüner Flagge zum Tanken anhielten und andere unter FCY an die Box kamen, um Zeit zu sparen.

Das unglückliche Timing kam Porsche teuer zu stehen und verschaffte Ferrari einen Vorteil. Die Autos mit den Startnummern 51 und 52 lagen zur Halbzeit des Rennens auf den Plätzen eins und zwei und schienen in einer komfortablen Position zu sein, um sich sowohl den Fahrer- als auch den Herstellertitel zu sichern.

Doch zwei Stunden vor Rennende klagte James Calado im Auto mit der Startnummer 51 über Getriebeprobleme und den Verlust des vierten Gangs. Von da an lag der Ferrari 488 etwa 8 bis 10 Sekunden hinter der Pace und rutschte im Feld immer weiter zurück.

Während Calado und Pier Guidi ihr Auto auf dem fünften Platz ins Ziel brachten und ihre Teamkollegen im #52 in Führung lagen, hätten Richard Lietz und Gianmaria Bruni Zweite werden müssen, um die Fahrermeisterschaft für Bruni zu gewinnen. Trotz aller Bemühungen war der dritte Platz alles, was sie erreichen konnten – und so gingen die zwei GTE-Titel letztmalig nach Maranello.

Sieg für WRT, Titel für JOTA

WRT holte seinen dritten Saisonsieg in der LMP2-Klasse dank einer souveränen Leistung von Sean Galael, Robin Frijns und René Rast. Zweiter wurde das Team von United Autosports (#23) mit Jarvis/Lynn/Pierson. Den dritten Platz und damit den Titel sicherte sich das britische Team JOTA mit der #38 von Antonio Felix da Costa, Will Stevens und Roberto Gonzalez.

Doppelsieg für Project 1 in der GTE-Am

Project 1 beendete das Jahr 2022 stilvoll mit einem Doppelsieg in der GTE-Am-Kategorie. Matteo Cairoli, Mikkel Pedersen und Nicky Leutwiler gewannen mit rund 15 Sekunden Vorsprung auf das Schwesterauto den ersten Platz.

Ben Barnicoat wurde im #56 Project 1 Porsche Zweiter, dank eines Überholmanövers gegen die #85 von Iron Dames fünf Minuten vor Rennende. Der Titel ging an Ben Keatings Aston Martin mit der Startnummer 33 von TF Sport.

Die vollständige Liste der Rennergebnisse der 8 Stunden von Bahrain gibt es hier. Unseren Live-Ticker mit dem detailgetreuen Rennverlauf gibt es hier zum nachlesen.


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.