Toyota: Kommt die Wende ab dem Nürburgring?

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Toyota-Racing
Das Jahr 2014 verlief für den Autobauer aus Japan besser als erhofft. Toyota Racing schaffte es in der dritten Saison den Konstrukteur-Weltmeistertitel sowie mit Sebastien Buemi und Anthony Davidson den Fahrer-Weltmeistertitel zu holen. Nach diesem Erfolg war der Plan für 2015 klar. Neben der Titelverteidigung sollte der langersehnte Sieg in Le Mans her.

Die erste Hälfte der Saison ist vorbei und Toyota liegt weit hinter dem eigenen Plan. Nachdem das Weltmeisterduo gemeinsam mit Kazuki Nakajima zum Saisonauftakt in Silverstone einen dritten Platz einfuhr, blieben in den folgenden Rennen die erhofften Erfolge aus. Im Training zum zweiten Lauf krachte der japanische Fahrer aufgrund schlechter Sichtverhältnisse in den vor ihm fahrenden Audi-Prototypen und beschädigte das Monocoque seines TS040 stark. Er selbst brach sich einen Rückenwirbel und musste das 6 Stunden Rennen aussetzten. Nach dem Tausch des Chassis, schaffte es das Auto mit der Startnummer #1 lediglich auf den achten Gesamtrang. Das Schwesterfahrzeug hatte mehr Glück und fuhr auf den fünften Platz.

Zum dritten Saisonrennen in Le Mans reiste die Mannschaft voller neuer Energie an. Zum 30-jährigen Firmenjubiläum auf der Kultrennstrecke, sollte nach zahlreichen Podestplätzen in Frankreich endlich ein Le Mans Sieg her. Doch die Japaner hatten das gesamte Wochenende mit dem Fahrzeug zu kämpfen und konnten erneut keine Trophäen mit nach Hause bringen. Nach der Pleite in Le Mans stehen die Toyota-Piloten nun weit abgeschlagen auf den Plätzen sieben und acht in der Fahrerwertung.

Um für die zweite Hälfte der Saison gewappnet zu sein, veranstaltete Toyota vor kurzem einen Test auf dem Nürburgring, welcher die nächste Station auf dem WEC-Kalender ist. Trotz aller Weiterentwicklungen, hatte Toyota beim eigenen Test das Nachsehen. Die amtierenden Weltmeister schafften es an beiden Tagen nur auf den dritten Platz. Jedoch konnte die Mannschaft erstmals die Lücke zur Konkurrenz schließen.

„Es ist schon lustig, nun hat Toyota drei Heimrennen. Fuji ist natürlich das wichtigste Heimspiel, aber Spa und der Nürburgring sind nur eine Stunden von der TMG-Zentrale entfernt und somit betrachten wir beide als Heimrennen. Ich mag den Nürburgring und freue ich mich dort fahren zu können, da die Strecke eine sehr spezielle Sportwagen Geschichte hat. Mit zwei deutschen Herstellern und der nähe von Toyota zum Ring, hoffe ich auf zahlreiche Zuschauer und ein gutes Wochenende.“ – So Sebastien Buemi, Anfang des Jahres gegenüber WEC-Magazin im Interview.

Doch um beim dritten Heimrennen des Teams ganz oben auf dem Podest stehen zu können, muss Toyota die gesammelten Daten noch intensiver auswerten um das Fahrzeug endlich konkurrenzfähig zu machen.

Bild: WEC-Magazin (Walter Schruff)