Richard Lietz visiert zweiten GTE-Titel an

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GTE-Pro Champion Richard Lietz startet in diesem Jahr für Dempsey Proton Racing

Nach seiner persönlich besten Saison in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft, wird der Österreicher Richard Lietz auch in diesem Jahr in der GTE-Pro Klasse an den Start gehen. Dabei wird der 32-Jährige erstmals als Gejagter in der hart umkämpften Rennserie antreten.

Für Richard Lietz hätte das Motorsportjahr 2015 nicht besser laufen können. Erstmals in der Geschichte der WEC, schaffte er es mit einem Porsche den GTE-Pro Titel zu gewinnen. „2015 war wirklich ein besonderes Jahr, wir konnten alle Titel einfahren und haben somit all unsere Ziele mehr als erreicht“, so der dreimalige Le-Mans-Klassensieger in einem Interview gegenüber WEC-Magazin.

Aufgrund des Rückzuges der Porsche GT-Werksmannschaft Manthey, wechselt Lietz zurück zu seinem ehemaligen Rennstall Proton Racing. „Ich kehre gemeinsam mit Michael Christensen zu dem mir bestens bekannten Team Dempsey Proton zurück und hoffe natürlich wieder um Siege fahren zu können.“ Er fügte hinzu: „Wir sind ein privates Team mit Unterstützung aus Weissach, unser Auto ist ein modifizierter 911 RSR und im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern keine komplette Neuentwicklung. Trotzdem hoffe ich, aufgrund unserer Zuverlässigkeit, um den Titel mitfahren zu können.“

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Lietz im Porsche 911 RSR auf Siegeskurs bei den sechs Stunden vom Nürbrugring

Mit Ausnahme der 24 Stunden von Le Mans, werden Richard Lietz und Michael Christensen die einzigen Piloten in der WEC-Saison 2016 sein, die mit einem Porsche in der GTE-Pro starten werden. Trotz der alleinigen Aufgabe den Stuttgarter Autobauer in dieser Klasse auf der internationalen Motorsportbühne zu repräsentieren, gibt sich der zweifache Le-Mans-Series Champion gelassen: „Einen gewissen Erfolgsdruck haben wir immer, wir wollen zeigen was unsere Rennfahrzeuge zu leisten im Stande sind. Dennoch denke ich nicht, dass wir mehr Druck als im letzen Jahr haben werden.“

Nachdem Richard Lietz gemeinsam mit Porsche die jahrelange Siegesstrecke von Ferrari unterbrechen konnte, steht auch in diesem Jahr der Titel ganz oben auf dem Plan des Österreichers. Doch auch die Konkurrenz hat die Winterpause genutzt und startet voller Tatendrang in die Saison 2016. Neben dem weiterentwickeltem Modell des Aston Martin Vantage V8, schicken Ferrari und Ford komplett neuentwickelte Boliden ins Rennen. „Wenn man sich die Daten und Fahrzeuge genau anschaut, dann ist theoretisch der Ford überlegen. Er ist kompromisslos als Rennwagen entwickelt worden und nun bauen sie ein Serienfahrzeug auf dieser Basis. Ein wenig könnte die Erfahrung in der WEC fehlen, aber sie haben gute Piloten“, so Lietz über den amerikanischen Neueinsteiger.

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Beim Saisonfinale in Bahrain schnappte sich der Österreicher erstmals die GTE-Pro Krone

Trotz des Erfolges gegen Ferrari im Vorjahr, unterschätzt der amtierende GTE-Pro Meister das italienische Team auf keinen Fall. „Ferrari hat die Erfahrung und kennt die WEC genau, aber wie immer bei neuen Sachen, kann auch mal was nicht funktionieren und somit kommen wir auch zu unserer Chance. Wir müssen fehlerfrei die Rennen beenden und zuverlässlich sein.“

Im April wird sich bei den sechs Stunden von Silverstone erstmals zeigen, welcher der vier GTE-Pro Hersteller die beste Arbeit über den Winter geleistet hat. Richard Lietz und sein Teamkollege Michael Christensen, werden dabei alles geben um gleich zu Beginn der Saison ein klares Zeichen zusetzten.

Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)