Rebellion erbt Sieg nach Toyota-Disqualifikation

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Am Ende der 6 Stunden von Silverstone sah alles nach einem perfekten Wochenende für Toyota Gazoo Racing aus. Mit beiden Fahrzeugen sicherten sich die Japaner die Positionen eins und zwei. Doch nach der technischen Abnahme stellten die Stewards einen Regelverstoß an den Prototypen fest und Rebellion bekam den Doppelsieg zugesprochen.

Rebellion erbt nach der Toyota-Disqualifikation den Sieg in Silverstone

Die technische Delegation der FIA stellte in Silverstone fest, dass die vertikale Durchbiegung des vorderen Skidblocks (also der Spielraum, um dem sich das Bauteil in der Höhe verändern darf) das Maximum von 5 mm überschritten hat. Toyota Gazoo Racing äußerte sich nur in einem kurzen Statement zu den Vorwürfen und wird das weitere Vorgehen prüfen.

Da keines der beiden Fahrzeuge in einen ernsthaften Unfall verwickelt war, welches die starke Abweichung erklären könnte, bleibt die einzig logische Erklärung das Räubern über die Randsteine und das Schneiden der Kurven. Im „technical bulletin“ schrieben die zuständigen Stewards, dass diese Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, das Fahrzeug aufgrund seines Designs jedoch den normalen Belastungen eines 6-Stunden-Rennens ohne Probleme standhalten muss.

Als Ergebnis der Untersuchung wurden beide Toyota nachträglich vom Rennen ausgeschlossen und die Plätze eins und zwei aberkannt. Gemäß der Zieleinfahrt erben dadurch die Rebellion-Fahrzeuge #3 und #1 die ersten beiden Positionen. Der dritte Platz geht an den eigentlichen fünften des Rennens, die #17 von SMP Racing.


Bild © WEC-Magazin / Walter Schruff