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Die Rennwoche in Le Mans startete am Mittwochabend mit dem ersten Qualifying. Alle Teilnehmer kämpften um die Teilnahme in der wichtigen Hyperpole-Session. Nur die besten sechs jeder Klasse nehmen am speziellen Ein-Runden-Format am Donnerstag teil. Entsprechend hoch waren die Einsätze für alle Beteiligten.

Deutliche Verbesserung der LMH-Rundenzeiten

Der Japaner Kamui Kobayashi war Schnellster in der Hypercar-Klasse und erzielte im Toyota GR 010 Hybrid #7 eine Bestzeit von 3:26,279. Damit verbesserte der Japaner die Testtags-Bestzeit um rund drei Sekunden. Zweitschnellster war Matthieu Vaxiviere im 36er Alpine Elf Matmut mit 0,8 Sekunden Rückstand. Auf Platz drei folgt der Toyota mit der Startnummer 8.

Glickenhaus Racing konnte nach der Überraschung am Testtag diesmal kein Wort mitreden. Die beiden Hypercars mit den Startnummer 708 und 709 waren zwei bzw. drei Sekunden langsamer als die Spitze. Da die LMH-Klasse jedoch nur fünf Teilnehmer aufweist, sind die US-Wagen sicher in der Hyperpole-Session mit dabei.

Titelverteidiger scheitert in der LMP2-Klasse

In der LMP2-Klasse gab es ein Überraschung, als der amtierende Le-Mans- und WEC-Champion mit der Startnummer 22 („United Autosports USA“) die Teilnahme an der Hyperpole-Session verpasste. Das Auto belegte nur Platz 12 in der Klasse. Der portugiesische Fahrer Felipe Albuquerque wurde während der Session im Streit mit einem GTE-Fahrer gesehen. Das lässt darauf schließen, dass der Verkehr auf der Strecke die Teilnahme an der Hyperpole zunichte machte.

Der IDEC Sport-Bolide #48 – der schnellste Wagen am Sonntag – steckte früh in den Leitplanken und musste am Heckflügel und der Karosserie repariert werden. Fahrer Paul Loup Chatin klagte im Teamfunk über Probleme mit dem Getriebe.

Das Fahrzeug #38 von JOTA war das schnellste in der Klasse und qualifizierte sich mit einer halben Sekunde Vorsprung für die Hyperpole. Mit dabei ist auch die Nummer 23 von United Autosports. Außerdem sind die ELMS-Teams #26 (G-Drive Racing), #41 (WRT Racing), #65 (Panis Racing) und #32 (United Autosports) für die nächste Qualifikationssession zugelassen.

WeatherTech Racing und Corvette Racing verpassen die Hyperpole-Session

Da das LMGTE-Pro-Feld in diesem Jahr aus acht Teilnehmern besteht, wurde im Qualifying darum gekämpft, nicht auf den letzten beiden Plätzen zu landen. Der WeatherTech Racing-Porsche mit der Startnummer 79 und die Corvette Racing C8.R #63 gehörten zu den Pechvögeln. Beide Wagen schieden nach dieser Session aus.

AF Corse war im einstündigen Qualifying auf den Plätzen eins und zwei. Die Leistung sicherte den Einzug in die Hyperpole am Donnerstagabend. Beide Werks-Porsche schafften es ebenso wie der Hub Auto Racing Porsche und die #64 Corvette.

Porsche am schnellsten in der LMGTE-Am

Der Porsche #88 von Dempsey Proton Racing war beim Qualifying in Le Mans der schnellste LMGTE-AM-Teilnehmer. Es folgten ein eindrucksvoller Porsche mit der #86 von GR Racing auf Rang zwei und der Ferrari #47 von Cetilar Racing auf drei.

Ebenfalls in die Hyperpole schafften es der Ferrari #71 von Inception Racing, der Porsche #56 von Project 1 und der Aston Martin #33 von TF Sport.

Images © 2021 Gabi Tomescu/AdrenalMedia.com (FIA WEC press material)


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.