Porsche macht Nürburgring-Hattrick komplett

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Nachdem sich die Porsche-Mannschaft in den beiden Freitagstrainings stark zeigte, schwächelte der Le Mans-Sieger beim Qualifying und musste sich in den ersten anderthalb Stunden des Rennens gegen Toyota behaupten. Nach zahlreichen Angriffen gegen die Konkurrenz aus Japan, konnte der Lokalmatador mit beiden Fahrzeugen die Führung übernehmen und zum dritten Mal in Folge am Nürburgring gewinnen.

Nach der starken Leistung im Qualifying verteidigten Kobayashi, Conway und López im ersten Renndrittel wacker die Spitze gegen die deutlich schnelleren Porsche-Prototypen. Doch abbauende Reifen und ein geschicktes Manöver vom Wagen Nummer zwei sorgten schließlich für den Verlust der Gesamtführung.

Weniger Glück hatte das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer acht. Technische Probleme sorgten für Antriebsverlust in der Einführungsrunde. Über einen Großteil des Rennens stand der TS050 Hybrid zur Reparatur in der Box. Der Toyota konnte das Rennen zwar fortsetzen und nach mehreren Stunden Anschluss an die Führungsgruppe finden, schaffte es am Ende aber nicht über den vierten Rang hinaus. Das Porsche-Trio Timo Bernhard, Brandon Hartley und Earl Bamber überquerte die Ziellinie als erster, knapp vor Nick Tandy, André Lottere und Neel Jani. Die Pole-Setter im Toyota #7 schafften es als dritter aufs Treppchen.

In der LMGTE-Pro war es das Porsche Team, welches schwer zu kämpfen hatte. Gleich zum Rennbeginn setzten die beiden Aston Martin #95 und #97 dem deutschen Werksteam kräftig zu. Nach dem Verlust der Führung konnten sich die Wagen #91 und #92 im Wechsel die Spitze zurückerobern, hatten jedoch keine Chance einen Vorsprung aufzubauen. Nach der Halbzeit holte die AF-Corse-Mannschaft dank einer geschickten Strategie auf und konnte schließlich den ersten Rang übernehmen. Bis zum Rennende verteidigte der Ferrari #51 den ersten Platz Platz und holte vor den beiden Porsche #91 und #92 den Sieg.

Bei den LMP2-Boliden sicherte sich die Mannschaft von Jackie Chan DC Racing nach dem Erfolg in Le Mans den nächsten Sieg. Von der Pole-Position ins Rennen gestartet, behielt das Team aus China zunächst die Oberhand, bekam zur Mitte des Rennens jedoch zusehends Druck durch die beiden Prototypen von Manor. Nach einem kurzen Führungsverlust übernahm die #38 wieder die Spitze und entschied das Rennen schließlich für sich. Dicht dahinter platzierten sich der Vaillaint Rebellion #31 sowie die #36 von Signatech Alpine.

Den Sieg in der LMGTE-Am sicherte sich die deutsche Dempsey-Proton-Mannschaft. Matteo Cairoli, Christian Ried und Marvin Dienst konnten nach einem schwierigen Start und einigen Rückschlägen in einem mehrstündigen Kampf die Oberhand gewinnen und vor dem Spirit of Race Team den Sieg erringen. Die Crew des Aston Martin #98 kam nach einem fehlerfreien Start nur auf dem dritten Rang in Ziel.

Bilder © WEC-Magazin / Walter Schruff / Ton Kerdijk