Porsche holt ersten WEC-Sieg

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Nach einem dramatischen Rennen hat das Porsche Team allen Grund zum Feiern. Die Stuttgarter holten im achten Rennen den ersten Sportwagensieg seit ihrem Comeback und zugleich ihren ersten Sieg in der WEC. Überschattet wurde die Freude jedoch von ein schwerer Unfall durch Mark Webber. In der Schlussphase raste der Australier ungebremst in eine Betonmauer, wobei sein Wagen komplett zerstörte wurde. Der zweite Platz ging an die frischgebackenen Weltmeister von Toyota, Sebastien Buemi und Anthony Davidson. Tom Kristensen welcher nach einer unglaublichen Karriere sein letztes Rennen bestritt, schaffte es zusammen mit seinen Audi-Teamkollegen den dritten Platz einzufahren.

Porsche-Sieg-2014Die 4. Stunde

Nachdem es in den ersten drei Rennstunden heiß her ging, blieb es in der zweiten Halbzeit ebenfalls spannend. In der LMP1-Klasse ereignete sich ein harter Kampf zwischen Audi #1 und Toyota #7 um den vierten Gesamtrang. Nach zahlreichen Runden schaffte es Lokalmatador Lucas Di Grassi sich in der vorletzten Kurve am Konkurrenten vorbei zu bremsen. Fast zeitgleich kämpften Bergmeister im Porsche #91 und Rees im Aston Martin #99 um die Führung in der GTE-Pro Klasse. Beim überrunden eines Amateure-Fahrzeuges dann der Schock. Der Brasilianer Fernando Rees schätzte die Situation falsch ein und stieß mit dem langsameren Fahrzeug zusammen. Dies kostete ihm viel Zeit auf den führenden Jörg Bergmeister im Porsche.

Kurz darauf schaffte es der Audi #1 an dem auf dem dritten Rang liegenden Porsche #14 vorbei zu ziehen, welcher mit abgefahrenen Reifen zu kämpfen hatte. Marc Lieb steuerte seinen 919 Hybrid eine Runde später zum Reifenwechsel an die Box, wo er kurz darauf seinen vierten Platz an den Toyota #8 abgeben musste. Zirka 20 Minuten vor Ende der vierten Stunde blieb der SMP-Bolide mit der #37 auf der Strecke stehen. Aufgrund von Bergungsarbeiten beschloss die Rennleitung erneut eine Full Course Yellow-Phase auszurufen. Diese Zeit nutzen Aston Martin (#97) und Porsche (#14) um ihre Boxenstopps vor zu ziehen. Nach Auflösung dieser Phase schaffte es Buemi im Toyota #8 die Führung zu übernehmen.

Die 5. Stunde

In der vorletzten Rennstunde rollte der GTE-Am Klassenführer #95 langsam über den Kurs. Ein Reifenschaden am rechten Vorderrad minimierte den Vorsprung der Mannschaft auf die Verfolgergruppe. 10 Minuten später schaffte es der Ferrari-Junior James Calado in der Profi-Klasse die schnellste Runde des Rennens einzufahren und stellte somit erneut sein können unter beweis. Auf der anderen Seite der Strecke setzte Darren Turner im Aston Martin #97 zum überholen an der #51 an und tuschiert dabei das Fahrzeug. Beide drehen sich und rutschen von der Strecke.

Ferrari-Brasilien

Kurz vor Schluss der fünften Rennstunde kommt Ex-Formel-1 Weltmeister Fittipaldi in seinem Ferrari von der Strecke ab und sorgt für eine gelbe Flagge. Ungefähr 15 Minuten später übernimmt Porsche dank einer ausgeklügelten Boxenstrategie die Plätze eins und zwei. Durch einen Zusatz-Stopp musste die Nummer #20 jedoch die Führungsposition abgeben.

Die 6. Stunde

In der Finalen Rennstunde von Sao Paulo ging es nochmals drunter und drüber. Gleich am Anfang lieferten sich zwei alte bekannte erneut einen erbitterten Zweikampf. Porsche-Pilot Jörg Bergmeister #91 schaffte es Rundenlang seinen Konkurrenten Fernando Rees im Aston Martin #99 hinter sich zu halten. In der letzten Kurve überholte Rees jedoch den schnellen Deutschen. Bergmeister ließ aber nicht locker und setzte sich auf Start/Ziel-Geraden wieder neben Rees. Im Senna-S wurde es für beide Fahrzeuge dann zu eng und es kam zum Unfall, welcher Rees einige Positionen kostete. Als 40 Minuten vor Schluss der Toyota #8 an die Box kam, schaffte es der Porsche #14 die Gesamtführung zu übernehmen und sich einen Vorsprung raus zu fahren.

Dann ein Schockmoment. Porsche Pilot Mark Webber fährt kurz vor Start und Ziel ungebremst in die Streckenbegrenzung und reißt einen 8-Star Ferrari (#90) mit. Den 919 Hybrid von Webber reißt es durch den Aufprall auseinander und der Bolide geht in Flammen auf. Laut letzten Meldungen geht es beiden involvierten Fahrern den Umständen entsprechend gut und befinden sich für Untersuchungen im Krankenhaus. Das Rennen wurde aufgrund des Unfalls hinter dem Safetycar bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h zu Ende gefahren.

Bilder © fiawec.com