Porsche gewinnt den Eifel-Krimi

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In einer unvorhersehbaren Schlussphase konnte sich Porsche gegen Audi durchsetzen und zum zweiten Mal das Heimrennen am Nürburgring gewinnen. Das Trio Mark Webber, Brandon Hartley und Timo Bernhard kam vor dem Audi Nummer 8 (Duval, Di Grassi, Jarvis) und dem Schwesterwagen (Lotterer, Fässler) ins Ziel.

In der LMP2 fuhr Signatech-Alpine zuerst ins Ziel und sicherte sich den Klassensieg. Einen grandiosen zweiten Platz fuhr das Team RGR Sport by Morand ein, welches sich nach einer harten Anfangsphase zurück an die Spitze kämpfte. Position drei ging an den ESM #31.

Bei den LMGTE-Pro Fahrzeugen holte Ferrari nach einem harten Kampf gegen Aston Martin den Doppelsieg. Die #51 kam vor der #71 ins Ziel. Das Aston Martin Duo aus dem Wagen #95 konnte die Poleposition nicht in einen Sieg verwandeln und wurde dritter. In der LMGTE-Am gewannen Pedro Lamy, Paul Dalla Lana und Mathias Lauda (Aston Martin #98) vor dem KCMG-Porsche und dem Ferrari #83.

Zum dritten Mal in Folge gewann Signatech-Alpine in der LMP2-Klasse.
Zum dritten Mal in Folge gewann Signatech-Alpine in der LMP2-Klasse.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam der Wagen vom Team ByKolles zum stehen. Das Fahrzeug ging aus und auch nach mehreren Neustarts sprang der Wagen nicht wieder an. Die Rennleitung rief eine Full-Course-Yellow-Phase aus, um die Sicherheit des ByKolles-Piloten zu gewährleisten.

Doch bereits wenige Minuten nach der Gelbphase schlugen Flammen aus dem hinteren rechten Radkasten. Der Wagen vom Team ByKolles geriet in Brand und musste durch die Streckenposten gelöscht werden. Nach einer starken Performance  in der Anfangsphase, endet das Rennen des Teams vorzeitig.

Nach einem harten Kampf mit dem Aston Martin #95 konnte Ferrari den Doppelsieg holen.
Nach einem harten Kampf mit dem Aston Martin #95 konnte Ferrari den Doppelsieg holen.

Nach dem Restart waren die Piloten vorsichtiger unterwegs, um ihre Fahrzeuge zu schonen. Die Zahl der Angriffe ging zurück und an den Spitzenpositionen änderte sich wenig. Doch mit Beginn des letzten Drittels legte Ferrari wieder an Tempo zu und sicherte sich kurzerhand die Führung in der LMGTE-Pro.

Bei den LMP2-Fahrzeugen stand der Oreca von G-Drive noch immer in der Garage. Doch wenig später stellten die Mechaniker alle arbeiten ein und das Team beendete sein Rennen vorzeitig. Auch bei Toyota gab es Probleme mit dem Wagen und die Nummer 6 kam zur Reparatur rein. Nach fünf Minuten konnten sie das Rennen jedoch wieder aufnehmen.

Für einen heiklen Moment in der Schlussphase sorgte der Porsche Nummer 2. Beim Überholen kollidierte er mit dem Wagen von Abu Dhabi-Proton Racing und schob diesen ins Kiesbett. Während die #2 mit einem Plattfuß zur Box kam, war das Rennen für die #88 vorzeitig zu Ende.

In der LMGTE-Am ging der Klassensieg an das Trio des Aston Martin #98.

Nachdem Neel Jani sein Rennen fortsetzen konnte, schloss er schnell zum Teamkollegen Mark Webber auf, welcher bis dahin das Rennen anführte. Da der Schweizer durch den Le Mans Sieg die Tabelle anführt, entschloss man sich bei den Stuttgartern für eine Teamorder. Pech für die Nummer 2 war jedoch die kurz darauf folgende Boxendurchfahrtsstrafe für die Kollision mit der #88. Nach deren Antritt fand sich Neel Jani auf dem dritten Rang wieder.

Der Schweizer Pilot wollte den Verlust um jeden Preis gutmachen und attackierte Loic Duval (Audi #8) mit voller Kraft. Die beiden Piloten lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Duell und entkamen nur knapp der Kollision. Durch den Zwist beider Fahrer um Platz zwei konnte Andre Lotterer im Audi #7 aufschließen und schloss sich dem Kampf an. Am Ende musste sich Neel Jani geschlagen geben und Audi übernahm die Ränge zwei und drei.

Bilder: WEC-Magazin