Nicki Thiim: Die Entscheidung seiner Karriere

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27972164103_fcfbe6c9d5_zAm 19. November 2016 ging für Nicki Thiim ein großer Traum in Erfüllung: Mit der Zielüberfahrt bei den 6-Stunden von Bahrain, wurde der Däne zum neue Langstrecken-Champion der LMGTE-Pro Klasse. Gemeinsam mit seinem Aston Martin Teamkollegen Marco Sørensen gelang es Thiim 165 Meisterschaftszähler einzufahren und somit die starke Konkurrenz von Ferrari in die Schranken zu weisen.   

Der Fahrertitel in der hart umkämpften GTE-Pro Klasse gibt Nicki Thiim nun das Gefühl, dass er mit seinem Wechsel von Audi zu Aston Martin alles richtig gemacht hat. Noch im Vorjahr hatte der 27-Jährige als Audi Werksfahrer einen vollen Terminkalender. Mit Rennen im ADAC GT Masters, dem Porsche Carrera Cup Deutschland, der WEC, Blancpain GT Series, VLN und TCR sowie Starts bei den 24 Stunden vom Nürburgring und den 12 Stunden von Sepang schaffte es Thiim auf knapp 30 Rennwochenenden im Jahre 2015. Zum Vergleich: In dieser Saison bestritt der Däne mit seinen Läufen in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft und den Starts bei den 24 Stunden von Paul Ricard sowie den 24 Stunden vom Nürburgring insgesamt 11 Rennwochenenden. Somit dürfte die Saison 2016 für den Sohn des ehemaligen DTM-Piloten Kurt Thiim, wie eine Entspannungskur gewirkt haben.

Beim Saisonauftakt der WEC in Silverstone sicherte sich Nicki Thiim gemeinsam mit seinem Teamkollegen Rang drei.
Beim Saisonauftakt der WEC in Silverstone sicherte sich Nicki Thiim gemeinsam mit seinem Teamkollegen den dritten Rang.

Bereits im Jahr 2013 gab Nicki Thiim in der WEC sein Debüt für Aston Martin Racing. Im selben Jahr gelang es „Dansky Jr.“, den Meistertitel im Porsche Supercup einzufahren und auf einem Mercedes SLS die 24 Stunden vom Nürburgring zu gewinnen. Trotz seines neuen Werksvertrages bei Audi Sport, versuchte Thiim während der Saison 2014 auch so oft wie möglich für Aston Martin in der WEC an den Start zu gehen. Die Saison verlief mit vier Siegen in acht Rennen für ihn und seine Teamkollegen Poulsen und Heinemeier Hansson mehr als Erfolgreich. Als Highlight der Saison zählte der Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans, bei Thiim’s ersten Auftritt überhaupt an der Sarthe. Unglücklicherweise verpasste der gebürtige Sønderborger wegen Terminüberschneidungen im ADAC GT Masters zwei WEC-Läufe und konnte sich somit nicht, wie seine Teamkollegen, den Fahrertitel der LMGTE-Am Klasse sichern.

Im darauffolgenden Jahr wechselte Nicki Thiim mit seiner Aston Martin Mannschaft in die höhere GTE-Pro Klasse. Doch der 27-Jährige verpasste wegen Pflichtterminen für Audi zu viele Rennen in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft und schaffte es am Ende des Jahres 2015 nur auf den 13. Platz in der Fahrerwertung. Somit stellte Thiim sich für die Saison 2016 komplett neu auf und kündigte bei Audi Sport. Mit einem neuen Vertrag als offizieller Aston Martin Pilot in der Tasche, gelang es dem schnellen Dänen an allen Läufen der WEC teilzunehmen und sich am Ende gemeinsam mit Marco Sørensen den langersehnten Meistertitel zu sichern.

Bis ans Limit: In Bahrain gab der Däne alles um sich den langersehnten Traum vom Weltmeistertitel zu erfüllen.
Bis ans Limit: In Bahrain gab der Däne alles um sich den langersehnten Traum vom Meistertitel zu erfüllen.

In einem Interview gegenüber Aston Martin Racing, sagte Thiim: „Die Konsistenz während der gesamten Saison war unglaublich. Unser Auto war großartig und die Verbesserungen die wir das ganze Jahr gemeinsam mit unseren Partnern erarbeiten konnten waren klasse. In unserem ersten Jahr mit den neuen Teampartnern Dunlop und Total hier oben stehen zu können und gleichzeitig gegen die Konkurrenten mit neuentwickelten Fahrzeugen zu bestehen, ist wirklich etwas Besonderes“, freute sich Thiim und fügte hinzu: „Ich bin wirklich zufrieden mit dem was ich und das Team erreicht haben!“

Wir von WEC-Magazin möchten Nicki Thiim auf diesem Wege noch einmal zu seinem Titel in der LMGTE-Pro Klasse der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft gratulieren und wünschen ihm sowie seinem gesamten Team eine erholsame Winterpause!

Bilder: WEC-Magazin
Zitat: Aston Martin Racing