Neuanfang beim Porsche GT-Team

Eingetragen bei: Gerüchte, Hersteller, LMGTE-Pro, Teams | 0

1448378371744
Nicht nur der Toyota-Pilot Alex Wurz kündigte am vergangenen Wochenende seinen Rücktritt an, auch der langjährige Chef des Porsche GT-Teams, Olaf Manthey, gab sein Ende im Motorsport bekannt. Für den Autobauer aus Stuttgart steht nun ein Neuanfang bevor, welcher bereits im nächsten Jahr zu Veränderungen führen könnte.

Mit dem Abgang von Olaf Manthey ist auch das Porsche Team Manthey Geschichte. Wie WEC-Magazin in Bahrain erfahren hat, ist der Umbruch bei Porsche bereits im vollen Gange. Porsche und Manthey haben beschlossen, das erst kürzlich gekrönte Siegerteam in seiner bisherigen Form aufzulösen und neu zu strukurieren.

Nach dem GT-Pro Sieg war klar, das es auch in Zukunft ein Programm mit dem 911 geben wird. Doch anstatt auf zwei separate Einsatzteams wie bisher zu setzten, wird sich das WEC-Engagement der Stuttgarter unter dem Banner des „Porsche Team“ firmieren. Zusammen mit der neuen Struktur soll auch ein neues GTE-Fahrzeug folgen.

Eigentlich war geplant, den Nachfolger des 911 RSR schon mit Beginn der Saison 2016 einzusetzten. Doch die Entwicklung kam nicht so zügig voran wie gedacht und das neue Auto steht noch nicht bereit. Da ab der Saison 2016 jedoch das neue GT-Reglement greift, benötigen alle Teams neue bzw. überarbeitete Fahrzeuge, welche den Vorgaben entsprechen.

Da der neue 911 noch nicht fertig ist und ein Einsatz des bisherigen 911 RSR mit Anpassungen nicht in Planung war, könnte die Fans im nächsten Jahr ein Schock erwarten. Im Fahrerlager von Bahrain deutete vieles darauf hin, dass Porsche in der kommenden Saison kein Werksfahrzeug in der GT-Pro einsetzen wird. Sollte in den nächsten Wochen keine Entscheidung bezüglich einer Modifizierung des 911 RSR in der Führungsriege fallen, müssen wir nächstes Jahr auf das neue Meisterteam verzichten.

Eine offizielle Bekanntgabe steht noch aus, dürfte jedoch in nächster Zeit mit dem Jahresabschluss oder der Programmvorstellung für 2016 erfolgen.

Bild: WEC-Magazin (Walter Schruff)