Millennium sagt Start in Le Mans ab

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Was ist nur mit der Mannschaft von Millennium Motorsport los? Im vergangenen Jahr fuhr das Team noch sehr erfolgreich unter dem Namen Delta ADR. Ganze fünf von acht Rennen konnte man gewinnen und zählte zur Spitze der LMP2-Klasse. Mit beginn der Saison 2014 fusionierte Delta ADR mit dem Team von Fabien Giroix (Gulf Racing Middle East). Ursprünglich sollte diese neue Partnerschaft eine noch stärkere Mannschaft hervorgehen lassen, doch es kam anderes als erwartet.
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Die Hauptsponsoren, welche Fabien Giroix von Gulf Racing Middle East mitbrachte, verweigerten kurz vor Beginn des ersten Rennens in Silverstone die Zahlungen. Dies hatte zur Folge, dass man mit den beiden Oreca-Nissan LMP2 nicht an den Start gehen konnte. Das gleiche Spiel wiederholte sich einen Monat später, kurz vor den 6 Stunden von Spa-Francorchamps. Das Team meldete wieder einen finanziellen Engpass und wolle sich voll und ganz auf Le Mans konzentrieren. Doch bereits wenige Wochen nach dem Rennen von Spa stellte man auch die Le Mans-Teilnahme in Frage und der ACO setzte das Team auf einen hinteren Platz in der Warteliste.

Durch die Absage von Lotus, wurde erneut ein Platz in der LMP2-Klasse frei und Millennium Motorsport rutschte nach. Das Team gab bekannt, dass alle Probleme überwunden sein und man entsprechend mit einem Oreca-Nissan antreten wird. Doch auch dabei sollte es schließlich nicht bleiben. Wie das Team jetzt bekannt gab, wird man die Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans ein weiteres mal absagen müssen. Grund sind wiederholt nicht erfolgte Zahlungen des Hauptsponsors.

Bereits vor einem Jahr gab Fabien Giroix den Rückzug seines Teams Gulf Racing Middle East aus finanziellen gründen bekannt. Es währe nicht verwunderlich wenn Millennium Motorsport in wenigen Wochen das gleiche Schicksal ereilen wird. Die einst erfolgreiche Mannschaft von Delta ADR wurde durch die Fusion in den Abgrund gezogen. Für die 24 Stunden von Le Mans 2014 bedeutet dies den Verlust eines besetzten Startplatzes. Die Warteliste ist vollständig aufgebraucht und man ist nun das zweite Jahr in Folge nicht in der Lage mit der maximalen Anzahl von 56 Fahrzeugen zu starten.

Quelle: Speedweek