Toyota holte die Pole in Le Mans

Die Startnummer sieben von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López wird die 89. Auflage der 24 Stunden von Le Mans von der Pole aus in Angriff nehmen. Im 30-minütigen Kampf und die Hyperpole legte der Toyota am Donnerstag die schnellste Rundenzeit vor.

Der Japaner Kobayashi übernahm das Steuer des Fahrzeugs mit der Startnummer 7 und verschwendete keine Zeit. Gleich auf seiner ersten Runde legte er eine 3:23,900 hin. Diese Zeit war die mit Abstand schnellste, die bisher in diesem Jahr gefahren wurde. Damit setzte er eine eindrucksvolle Bestmarke im ersten Jahr des neuen Le Mans Hypercar-Reglements.

Nach den ersten fliegenden Runden wurde die Sitzung wegen eines Unfalls unterbrochen. Der Porsche mit der Startnummer 92 verunfallte Ausgangs der Indianapolis-Kurve. Als die Session wieder freigegeben wurde, versuchte der Neuseeländer Brendon Hartley im Toyota mit der Startnummer 8, die Zeit von Kobayashi zu unterbieten. Seine Zeit von 3:24.196 reichte jedoch nur für den zweiten Platz in der Startaufstellung.

Alpine und die #708 Glickenhaus werden sich die zweite Startreihe teilen. Zum ersten Mal in dieser Woche fuhren die beiden Autos Zeiten unter 3:25. Die #709 Glickenhaus war die fünftschnellste mit einer Rundenzeit von 3:27.66.

Aufregung in LMGTE-Pro

Die Pole in der LMGTE-Pro ging an den privat eingesetzten Porsche 911-RSR von Hub Auto Racing (#72). Pilotiert wurde er vom belgischen Fahrer Dries Vanthoor. Der AF Corse-Ferrari mit der Startnummer 52 hatte die meiste Zeit des Rennens die Nase vorn, aber Vanthoors letzter Versuch war gut genug, um dem taiwanesischen Team die etwas überraschende Pole-Position zu sichern.

Neben dem Überraschungssieger startet der Ferrari #52 ins Rennen. Die zweite Startreihe wird von der Corvette Racing C8.R #64 angeführt, die mit dem ehemaligen Le-Mans-Sieger Nick Tandy am Steuer ein beeindruckendes Tempo vorlegte.

Kévin Estre sorgte mit seinem Porsche 911 RSR-19 #92 für eine kurze Unterbrechung der Hyperpole-Session. Grund war ein schwerer Unfall in der Indianapolis-Kurve. Der Franzose, der derzeit zusammen mit seinem Teamkollegen Neel Jani die WEC-Meisterschaft anführt, verlor in der Linkskurve das Heck des Porsche und landete in den Leitplanken auf der rechten Fahrerseite. Estre blieb offenbar unverletzt, aber die Porsche-Mechaniker werden einiges an Arbeit vor sich haben, um das Auto zu reparieren.

JOTA auf eins in der LMP2

Die Pole-Position in der LMP2-Klasse holte sich der JOTA mit der Startnummer 38. Der Vorsprung auf den Team WRT Oreca #41 betrug eine beeindruckende halbe Sekunde. Antonio Felix da Costa war der einzige Fahrer, der in der LMP2-Klasse unter 3:27 Minuten blieb. Die britische Mannschaft scheint das Team zu sein, das es 2021 auf dem Circuit de la Sarthe zu schlagen gilt.

Louis Deletraz fuhr die zweitschnellste Zeit für das derzeit in der ELMS führende Team WRT. Die Autos mit der Startnummer 65 von Panis Racing und die mit der Nummer 26 von G-Drive Racing werden am Samstag aus der zweiten Reihe starten.

Porsche in Startreihe eins der LMGTE-Am

Auch im LMGTE-Am war ein Porsche an der Spitze. Die Startnummer 88 von Dempsey-Proton Racing holte die Pole vor der #86 von GR Racing. Dritter wurde der Porsche mit der Startnummer 56 von Project 1. Cetilar Racing war stellte mit seiner Startnummer 47 den schnellsten AM-Ferrari in der Hyperpole-Session.

Die vollständige Auflistung der Hyperpole-Zeiten gibt es hier.

Images © 2021 Marius Hecker/AdrenalMedia.com (FIA WEC press material)


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.