Halbzeit bei den 6 Stunden von Spa

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Nach dem spektakulären Qualifying gestern Abend waren die Erwartungen an das heutige Rennen große. Pünktlich 14.30 Uhr fiel der Startschuss und wir wurden nicht enttäuscht. Neel Jani startete von Position 1 und konnte den Vorsprung gut nutzen. Dicht gefolgt vom Toyota ging es durch die ersten Kurven. Am Ausgang der Eau-Rouge hatten die Audis Probleme das Tempo mitzuhalten und vielen von der Spitze zurück. Über die erste halbe Stunde setzte sich der Kampf zwischen Porsche und Toyota fort.
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Nach 20 Minuten gab es einen Zwischenfall beim Porsche #20. Diese kam für 5 Minuten in die Garage und musste einer kleinen Reparatur unterzogen werden. Parallel konnte sich das Schwesterauto #14 stark absetzten. Zwischen dem Toyota #7 und ihm lagen 15 Sekunden Vorsprung. Die Audis mit der Le Mans Aerodynamik hatten schwer zu kämpfen und verloren immer weiter den Anschluss. Nach 40 Minuten meldete die Rennleitung, das der SMP mit der Nummer 27 eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart bekommt. Zur gleichen Zeit kommen der SMP #37 und der KCMG #47 für einen Reifenwechsel an die Box. So hielt der Kampf um die Führung im LMP2-Feld auch nach dem Boxenstopp weiter an.

Bei den GT-Fahrzeugen gab es bei einer verbleibenden Zeit von 5:19 eine Kollision in der ersten Kurve. Der Aston Martin #95 und der Proton #80 stießen aneinander als der Porsche des deutschen Team zu früh in die Kurve einbog und dem Aston Martin die Bahn abschnitt. Außer einem Dreher und resultierenden Platzverlust für Proton gab es keine nennenswerten Schäden. Bei 5:15 machte Toyota seinen ersten Boxenstopp. Porsche zog gleich und tauschte ebenfalls Fahrer und Reifen. Während Audi weiter den Anschluss suchte kämpften Porsche und Toyota weiter Kopf-an-Kopf.

Nach der ersten Stunde verlor der 8-Star-Ferrari in der Kurve den rechten Vorderreifen und schaffte es mit mühe und Not an die Box. Das Rad rollte quer über die Strecke und die folgenden LMP-Fahrzeuge mussten ausweichen. Eine halbe Stunde später entbrannte eine harter Kampf um die Führungsposition in der GT-Pro Klasse. Fernando Rees im Aston Martin #99 und Toni Vilander im Ferrari #51 kämpften auf jedem freien Millimeter um die erste Position. Fast 20 Minuten hielt der Zweikampf an. In fast jeder Kurve überholten sich die beiden gegenseitig und kämpften sich quer durch das Restfeld. Erst mit Ablauf der zweiten Stunde mussten beide an die Box um ein überschreiten der maximalen Fahrtzeit zu verhindern. Danach entspannte sich die Situation zwischen den beiden Teams.

Für Rebellion läuft es bisher alles andere als Positiv. Der Wagen mit der Nummer 13 welcher schon seit Freitag mit technischen Problemen kämpft ist nach wie vor geplagt von Pannen und Pleiten. Aller paar Runden kommt er an die Box und wird reingeschoben. Nach gut 30-40 Minuten kommt er erneut für einige Runden auf die Strecke und muss nach wenigen Runden wieder für Reparaturen zurückzukehren. Auch das Schwesterfahrzeug hat Mühe und Not überhaupt Anschluss an das eigentlich langsamere LMP2-Feld zu finden. Man spürt deutlich, dass dem Team Erfahrung mit dem neuen Fahrzeug fehlt. Die Performance stimmt nicht und an einen regulären Rennbetrieb ist nicht zu denken. Das ganze Rennen wirkt mehr wie eine private Testsession für Rebellion Racing.