Halbzeit bei den 6 Stunden von Shanghai

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Wenige Stunden vor Rennbeginn setzte der Regen in Shanghai ein und flutete die Strecke. Um 11 Uhr Ortszeit waren die Bedingungen nicht besser geworden und das Feld ging hinter dem Safety Car in die erste Runde. Nach 13 Minuten langsamer Fahrt um den Kurs, konnte das Rennen schließlich freigegeben werden.

Beim ersten freien Start kamen der Audi #7 auf Startplatz drei und der Toyota #1 auf Position fünf sehr gut weg und konnten innerhalb weniger Sekunden zur Konkurrenz aufschließen. Während der Toyota am Audi #8 vorbei zog, griff der Audi #7 die beiden Porsche an und kam nach einer leichten Berührung mit der #18 schließlich an diesem vorbei. Der zweite 919 Hybrid verkraftete diesen Stoß von hinten aber nicht gut und drehte sich daraufhin von der Strecke. Im gleichen Moment verlor Nick Tandy die Kontrolle über seinen KCMG und rutschte weit ins Kiesbett.

Bei den GT-Fahrzeugen hatte die #51 einen guten Start und konnte sich schnell an der Spitze absetzten. Doch die #71 auf dem zweiten Startplatz kam weniger gut weg und musste sich früh gegen Attacken aus dem Feld zur Wehr setzten. Während anfangs noch die #99 ihr Glück versuchte, zogen die beiden Porsche 911 nach einigen Runden am Aston Martin vorbei und schlossen zum Ferrari #71 auf. Doch lange konnte Davide Rigon denbeiden Wagen nicht stand halten und wurde nach einer Berührung mit der #92 auf den fünften Platz durch gereicht.
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Es war noch keine halbe Stunde gefahren, als die Rennleitung erneut das Safety Car auf die Strecke schickte, da der Regen wieder an Stärke zunahm. Nachdem das Rennen wieder freigegeben war, sorgetn Ferrari und Porsche für nervenaufreibende Momente. Die beiden 911 kämpften mit den beiden 458 Italia um die Positionen eins und drei. Die vier Fahrer schenkten sich nichts und über viele Runden versuchten sich die Beteiligten gegenseitig das Leben schwer zu machen. Viele harte Runden später konnte sich die #91 gegen die #51 durchsetzen und die #71 gewann den Kampf gegen die #92 um Position drei. Doch kurz vor Ende der ersten Stunde nutzte Davide Rigon die Unachtsamkeit seines Teamkollegen und holte sich die zweite Position zurück.

In der GT-Am hatte Aston Martin nach dem Start die beiden ersten Startplätze schnell verloren und fand sich nun am Ende des Feldes wieder. Sowohl die #96 als auch die #98 hatten schwer zu kämpfen um wieder nach vorne zu kommen. Nach knapp einer Stunde bestehend aus Attacken und Zweikämpfen schaffte es die #96 die #88 anzugreifen und konnte sich die Führungsposition für den Autobauer zurückholen. Doch kurz darauf sorgte ein Boxenstopp erneut für einen Positionsverlust und der Proton Porsche übernahm wieder die Spitze, gefolgt vom SMP Ferrari und dem Aston Martin #98 auf drei.

Auch in der zweiten Stunde sorgte der Kampf zwischen Ferrari und Porsche für Spannung. Über eine halbe Stunde wechselten sich die vier Fahrzeuge ab und überholten sich bei jeder Gelegenheit. In der LMP1 lag Porsche mit der #17 und der #18 in Führung, nachdem Audi seine Fahrzeuge zum Stopp rein geholt hatte. Doch als auch Toyota sich in der Box auf den anstehenden Zwischenhalt vorbereitete, zog Porsche nach und holte beide Wagen gleichzeitig rein. Als sich die beiden Audi der Start-Ziel-Geraden näherten, wurde der Porsche #17 fertig und schaffte es gerade so auf Position eins zu bleiben.

Gut 30 Minuten nach Beginn der zweiten Stunde verpasste der Wagen von Strakka Racing den Bremspunkt am Ende der langen Geraden und rutschte weit ins Kiesbett. Als er sich mühevoll befreit hatte, verteilte er eine große Menge Kies quer über die Strecke. Da die Säuberung des Abschnittes nur von Hand geschehen konnte, rief die Rennleitung eine weitere Full-Course-Yellow Phase aus. Nach 15 Minuten und Dauergelb wurde das Rennen wieder freigegeben. In der GT-Am Klasse bekam das Proton-Team die Reifen der beiden Proton-Porsche nicht schnell genug auf Temperaturen und fast gleichzeitig rutschten die #77 und die #88 in Kiesbett.
race_03Der Regen wurde wieder Stärker und als auch der Rebellion #13 von der Strecke rutschte und Kies über die Fahrbahn verteilte, rief die Rennleitung eine weitere Full-Course-Yellow Phase aus. Fast alle Teams nutzten diese Zeit für einen längeren Boxenstopp. Als die beiden Toyota wieder auf der Strecke waren, sortierten sie sich mitten in eine GT-Gruppe ein. Die Strecke stand immer noch unter gelber Flagge und es herrschte weiter striktes Überholverbot. Doch bereits am Ende der ersten Kurve verbremste sich die Corvette und drängte den Toyota #2 auf den Rasen. Da dieser sich jedoch in der Innenkurve befand, überholte er ungewollt den vor ihm liegenden Schwesterwagen mit der #1. Da die Corvette Auslöser für das Überholmanöver war, nahm die Rennleitung die Untersuchung gegen die #50 auf.

Mit Beginn der dritten Stunde war die Strecke endlich wieder vom Kies befreit und das Rennen konnte freigegeben werden. In der LMP1-Klasse lieferte sich Audi einen harten Kampf gegen den Porsche. Da die #17 die FCY für einen Boxenstopp nutzte, konnte der Audi #8 mit wenigen Sekunden Abstand die Führung übernehmen. Doch direkt nach dem Restart griff der Porsche den Audi an und versuchte mit jeder Kurve vergebens seine Führungsposition zurück zu holen. Im Verlauf der dritten Stunde trocknete die Strecke immer weiter ab und Porsche gewann zusehends an Stärke zurück.

Nach dem die #17 den Audi #8 überholen konnte und Position zwei übernahm, konnte etwas später auch die #18 vorbeigehen. Zehn Minuten vor Schluss hatte die #17 sich dem führenden Audi #7 nähern können und schaffte es schließlich auch an diesem vorbei zu ziehen. Mit Ende der dritten Stunde geht das Porsche Team auf den Plätzen eins und drei in die zweite Halbzeit, vor den Audi auf den Positionen zwei und vier.

Bilder: FIA WEC Pressematerial #1, #2, #3