Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

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Die 1. Stunde

Am Sonntag Morgen um 0 Uhr fiel nach langer Wartezeit endlich der Startschuss für die 6 Stunden von COTA. Toyota startete mit seinem Wagen Nummer 8 von der Poleposition in den vierten Lauf der Saison. Die Japaner kamen gute vom Fleck und konnten sich bereits nach wenigen Kurven von den Verfolgern absetzten.

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Mark Webber hatte es schwer beim Start gut loszufahren und wurde kurzerhand vom Toyota mit der Nummer 7 in der ersten Kurve überholt. Auch Audi hatte den richtigen Moment verschlafen und fuhr den führenden Toyota in den erste Runden nur hinterher. Der Pole-Setter G-Drive Racing hatte einen denkbar schlechten Start und wurde bereits nach der ersten Kurve vom Gaststarter Extreme Speed Motorsport überholt. Auch bei den GT-Pro Fahrzeugen war man wohl nicht richtig auf den Start vorbereitet. Der Ferrari mit der #51 konnte seine Poleposition nicht nutzen und wurde ebenfalls nach der ersten Kurve vom Aston Martin #97 überholt.

Nach dem sich das Feld ein wenig stabilisiert hatte, ging es 20 Minuten später bereits wieder heftig zur Sache. Der Porsche mit der Nummer 20 wurde zusehends langsamer und die beiden Audi nutzten die Chance um den vermasselten Start endlich wieder gut zu machen. Wenige Minuten nach dem Überholmanöver rutscht der G-Drive Ligier auf fast der selben stelle aus und dreht sich von der Strecke. Durch das unglückliche Manöver verlor das Team aus Russland weitere wichtige Plätze im Kampf um den Meistertitel.

Gut eine halbe Stunde nach dem Start des Rennens kam es zu einem interessanten Duell zwischen den LMP1-Piloten Lotterer und Dumas. Der Audi und der Porsche überholten sich gegenseitig nach jeder Kurve. Nach dem man gut eine Runde im stetigen Wechsel überstanden hatte, schloss der zweite Audi auf und mischte sich in das Wechselspiel ein. Am Ende konnten sich die beiden Audi gegen den Porsche durchsetzen und auf die Positionen 3 und 4 vorfahren. Nach dem der Porsche zurück gedrängt wurde, erwischte er bei einem Überholmanöver die Corvette in der letzten Kurve. Der Gaststarter aus den USA drehte sich darauf hin und rutschte ans Ende des GT-Pro Feldes.

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In der GT-Am blieb das Feld lange Zeit stabil. An der Spitze lag der Aston Martin, gefolgt vom 8-Star Ferrari und dem zweiten Aston Martin. Während sich die Fahrer auf den ersten drei Plätzen genügend Abstand ließen, kämpfte der AF Corse Ferrari #61 mit dem Prospeed Porsche um die Position vier. Als der Ferrari seine Position  gegen den Porsche verteidigen konnte, nutzte der Aston Martin #98 die Unaufmerksamkeit des 8-Star Ferrari und zog an ihm vorbei.

Fast zeitgleich passierte dem Toyota auf Position 1 ein grober Fehler und er rutschte bei der Anfahrt in eine Kurve aus. Dieser Dreher war so unglücklich, dass Sebastien Buemi das halbe GT-Feld vorbeilassen musste und nahezu seinen kompletten Vorsprung auf das Schwesterauto einbüßte. Nach gut 50 Minuten wurde es Zeit für die ersten Boxenstopps. Der Audi mit der Nummer 1 fuhr als erstes LMP-Fahrzeug in die Boxengasse um sich neuen Diesel und Reifen zu holen. Wenige Sekunden später kam der Toyota mit der Nummer 7 an die Box und wechselt den Ersatzfahrer Mike Conway ein. Nach dem die beiden ersten Fahrzeuge wieder auf der Strecke wahren, wurden auch der Rest des LMP1-Feldes reingeschickt. Bei Porsche hat man die Stopps der Konkurrenten ein wenig verpasst und büßt mit dem Wagen 20 einigen Vorsprung auf den Rest des Feldes ein.

Die 2. Stunde

Zu Beginn der zweiten Stunde entwickelt sich ein Spannender Kampf zwischen Fernando Rees und dem Frédéric Makowiecki. Beide Fahrer kämpften einige Runden um die Spitze des GT-Feldes ohne nur eine Lücke zum Atmen zu lassen. Nach einigen interessanten Runden kamen beide an die Box, mussten jedoch die Führung an den Ferrari #51 abgeben, welcher kurz vorher zu seinem Stopp an der Box war. Der Brasilianer Fernando Rees wurde kurz nach seinem Boxenstopp erneut in eine Kollision verwickelt. Als er zum Überholmanöver ansetzte erwischte er den Krohn Ferrari in einer Kurve. Das Fahrzeug von Tracy Krohn fuhr darauf hin in die Auslaufzone und verlor einen Großteil seiner Stoßstange.

In der LMP2 hat sich das G-Drive Team durch ein intelligentes Boxenstopp Manöver wieder auf die erste Position vorarbeiten können. Hinter dem Team kämpften die Mannschaften von KCMG und Extreme Speed Motorsport um die zweite Position. Nach dem sich der KCMG gut gegen die Gaststarter behaupten konnte, hielt er nach einigen Runden dem Druck nicht mehr Stand und rutschte schließlich auf den dritten Rang ab.

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Nach 90 Minuten schlug das Wetter am Circuit of the Americas schlagartig um. Mit jeder Minute wurde der Himmel dunkler und in Kurve sieben setzte erster Nieselregen ein. Immer mehr Kurven wurden von der dunklen Regenwand erwischt und der Audi #2 bricht auf seinen Slicks in den Kurven aus. Für die Fahrer wurde es immer schwieriger die Fahrzeuge unter Kontrolle zu halten. Schließlich setzt starker Platzregen ein und große Teile der Strecke standen unter Wasser. Von den Wassermengen überrascht verpasse der Toyota #7 und der 8-Star Ferrari den Bremspunkt und rutschten weit in die Auslaufzone.

Immer mehr Fahrzeuge hatten trotzt der inzwischen aufgezogenen Regenreifen starke Probleme überhaupt noch auf der Stecke zu bleiben. Der Toyota mit der Nummer 7 rutscht schließlich in den S-Kurven aus und konnte sich nur durch Glück und mit vielen hektischen Lenkmanöver vor einem Aufprall retten. Zur gleichen wurde das Aquaplaning auf der großen Geraden so stark, dass die Fahrzeuge Reihenweise im Kiesbett landeten. Nach dem Toyota #8, dem Rebellion #12 und dem Lotus kamen auch der G-Drive, zwei AF Corse Ferrari und der Toyota #7 an der gleichen Stelle von der Strecke ab. Wie durch ein wunder blieben sowohl Fahrer als auch Fahrzeuge unversehrt. Das Rennen wurde daraufhin mit der roten Flagge unterbrochen, die Zeit läuft jedoch weiter.

Die 3. Stunde

In der dritten Stunde wurden die Fahrzeuge aus dem Kiesbett am Ende der langen Gerade geborgen und alle Fahrzeuge standen für knapp 60 Minuten still. Als sich der Regen wieder gelegt hatte und viele Teams die Zwangspause für Reparaturen nutzten, konnte das Rennen 20 Minuten vor Ende der dritten Stunde hinter dem Safety Car fortgesetzt werden.

Aufgrund der chaotischen Bedingungen hat sich das Feld völlig verändert. An der Spitze finden sich nun die Audi #2 und #1 gefolgt vom Porsche #14, dem Toyota #7, Porsche #20, dem Rebellion #13 und dem Toyota #8. Viele Fahrzeuge versuchten sich nun zurück zu Runden und zwischen LMP- und GT-Fahrzeugen entbrannte ein undurchsichtiger Kampf um jede einzelne Position. Tony Vilander lieferte sich wohl eines der spannendsten Duelle in dieser Phase mit seinem Porsche-Konkurrenten Patrick Pilet. Die beiden Fahrer fuhren auf Augenhöhe und kämpften über viele Runden um die Führung. Durch einen Schussel Fehler des Ferrari Fahrers in der letzten Kurve konnte der Porsche schließlich überholen und sich vom Finnen absetzten.

Bilder © fiawec.cm