Glickenhaus Racing beim Testtag in Le Mans

Die 24 Stunden von Le Mans 2021 starteten mit dem obligatorischen Testtag. Die neuen Fahrer und Teams, wie etwa Glickenhaus Racing, nutzten die acht Stunden, um sich an die Strecke in Le Mans zu gewöhnen – mit einer Überraschung.

Glickenhaus Racing sorgte bei ersten Tag in Le Mans für Aufregung an der Spitze. Der Franzose Olivier Pla krönte das Debüt des US-Teams mit einer Bestzeit von 3:29,115 zum Abschluss des Testtages. Pla’s Runde kam nur acht Minuten vor dem Ende der zweiten Session und verdrängte die Zeiten der beiden Toyota GR010 Hybriden.

Die Rundenzeiten der beiden Toyota waren mit 3:29,340 (#7 / Mike Conway) und 3:29,622 (#8 / Kazuki Nakajima) knapp zehn Sekunden langsamer als die Ergebnisse der LMP1-Fahrzeuge beim Testtag 2019. Im Jahr 2020 wurde Pandemie-Bedingt kein zusätzlicher Testtag durchgeführt. Mit der Reduzierung der Geschwindigkeit versprechen sich die Regelmacher, die Sicherheit in der Hypercar-Kategorie zu erhöhen.

Alpine, die den ersten Sieg eines französischen Rennstalls seit 2009 anstreben, fuhren die viertschnellste Zeit. Der Schwesterwagen von Glickenhaus (#709) konnte beim Testtag in Le Mans noch nicht sein volles Potential entfalten und fuhr der Spitze hinterher.

Die ELMS-Teams zeigen Stärke in der LMP2

Mit IDEC Sport, Panis Racing und dem Team WRT stand ein Trio aus der European Le Mans Series an der Spitze der LMP2. Paul Loup Chatins Bestzeit von 3:31,105 Minuten (IDEC Sport #48) war nur 0,015 Sekunden schneller als die Bestzeit von Will Stevens (3:31,120 – Panis Racing #65). Der Oreca #41 vom Team WRT, das derzeit die ELMS-Meisterschaft bei zwei verbleibenden Rennen anführt, wurde Dritter.

Für IDEC Sport lief jedoch nicht alles glatt. Sas Schwesterauto mit der Startnummer 17 musste nach einem Zwischenfall in der ersten Session repariert werden. Die #17, die von Ryan Dalziel, Dwight Merriman und Kyle Tilley gefahren wird, konnte an der zweiten Sitzung nicht teilnehmen.

Porsche vor Ferrari in der LMGTE-Pro

Die LMGTE-Pro wird in diesem Jahr durch eine Reihe zusätzlicher Gaststarter aufgestockt. Corvette Racing kehrte nach seiner Abwesenheit im Jahr 2020 wieder zurück. Das US-Team WeatherTech Racing und das taiwanesischer Hub Auto Racing werden neben dem WEC-Werksteam mit je einem Porsche antreten.

Die Meisterschaftsführenden Kévin Estre und Neel Jani, die in Le Mans von Michael Christensen im Auto mit der Nummer 92 unterstützt werden, führten die Zeitenliste an. Dicht dahinter landete das Schwesterauto mit der #91 von Gianmaria Bruni, Richard Lietz und Frédéric Makowiecki.

WeatherTech Racing fuhr die drittschnellste Rundenzeit, gefolgt von den beiden AF Corse Ferraris. Corvette Racing, deren C.8R-Rennwagen in diesem Jahr das Le-Mans-Debüt feiert, beendete die Sitzungen auf Rang sieben und acht.

In der LMGTE-Am war die #99 von Proton Competition am schnellsten, gefolgt von dem Project 1 Porsche mit der #56.

Noch knapp 12 Stunden bis zum Renntag

Insgesamt haben die Teams und Fahrer noch 11,5 Stunden Zeit, um ihre Autos abzustimmen – sofern es keine roten Flaggen gibt. Die Action auf der Strecke beginnt am Mittwoch mit dem FP1 ab 14:00 Uhr Ortszeit. Das Qualifying findet am selben Abend um 19 Uhr statt. Sie halbstündige Hyperpole-Session entscheidet am Donnerstagabend zwischen 21 Uhr und 21:30 Uhr über die erste Startreihe.

Eine vollständige Übersicht der Trainingszeiten gibt es hier – und einen Zeitplan für die Woche hier.

Image © Glickenhaus Racing


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.