Die LMP2-Klasse hatte in diesem Jahr mit einem schweren Start zu kämpfen. Einige Teams wurden mit den neuen Wagen nicht fertig und verschoben ihre Teilnahme. Übrig blieb eine stark ausgedünnte Klasse. Das russische G-Drive Team was in diesem Jahr mit OAK Racing zusammenarbeitet machte das beste aus der Situation und gewann die ersten beiden Rennen. Nun steht mit dem Klassiker in Le Mans der dritte Lauf auf dem Programm und man will um jeden Preis den Sieg. Um das zu schaffen, hat man sich gemeinsam mit OAK Racing und dessen Entwicklungsabteilung OnRoak dafür entschieden den neuen Ligier JS P2 bereits in Le Mans einzusetzen. Die Arbeiten am neuen LMP2-Wagen verliefen besser als geplant und man war dem Zeitplan voraus. Die absolvierten Testfahrten waren äußerst vielversprechend und man sieht eine realistische Chance mit dem Wagen in Le Mans ein gutes Ergebnis einzufahren.
G-Drive35
Das zweite Fahrzeug wird zusätzlich zum Teamnamen den Untertitel „G-Drive Racing by OAK Racing“ bekommen. Insgesamt handelt es sich bei dem Einsatz des Ligier um ein Gemeinschaftsprojekt mehrere Unternehmen. Neben G-Drive welche das Fahrzeug einsetzten und OAK Racing / OnRoak welche es konzipiert und realisiert haben, sind noch Nissan und Dunlop beteiligt. Der japanische Autobauer war erst vor kurzem bei OnRoak eingestiegen um das eigene WEC-Programm weiter auszubauen. In den nächsten Jahren will Nissan als erster Hersteller alle vier Klassen gewinnen. Im Ligier verbaut man einen speziell für dieses Fahrzeug entwickelten Motor. Man will Daten sammeln und diesen für die nächste Saison weiterentwickeln. Dunlop ist als Reifenpartner am Projekt beteiligt und wird sich ebenfalls mit Neuentwicklungen am Le Mans Einsatz beteiligen.

Am 14. Juni wird die Mannschaft aus Russland nun mit der Nummer 26 (dem Morgan-Nissan) sowie der Nummer 33 (dem Ligier JS P2) starten. Die Fahrerpaarung bestehend aus Julien Canal, Oliver Pla und Roman Rusinov im ersten Wagen wird bestehen bleiben. Im zweiten Prototypen werden neben Alex Brundle die beiden Nissan GT-Academy Gewinner Jann Mardenborough und Mark Shulzhitskiy platz nehmen. Ab 1. Juni wird das Team in Le Mans sein und jede Testmöglichkeit nutzen, damit beim 24 Stunden Rennen alles glatt läuft.

Quelle: fiawec.com


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.