Fuji ins Wasser gefallen

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Lange Gesichter im Fahrerlager und auf den Tribünen beim 6-Stunden-Rennen von Fuji. Regen, Regen und nochmals Regen. Unter einem spannendem Rennen verstehen Motorsportfans etwas anderes. Man könnte sogar meinen das die Trainings und Qualifying Sessions spannender waren als das heutige Rennen. Die erste Halbzeit (wir berichteten) war wenig spektakulär, und auch in der zweiten Hälft änderte sich nicht viel. Doch die Schuld für dieses durchaus kurze Rennen kann man keinem in die Schuhe schieben, denn die Sicherheit der Fahrer geht vor.

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Das Rennen

Eine Stunde vor dem Rennen konnte man sich in Fuji noch ohne Regenschirm raustrauen. Doch schon bei den Installationsrunden wurde es am Himmel grau. Pünktlich zum Rennstart um 11:00 Uhr Ortszeit fing es über der Strecke heftig an zu regnen. Aufgrund des Aquaplanings musste das Rennen hinter dem Safetycar gestartet werden. Das Fahrerfeld konnte nur 10 Runden absolvieren, bis das Rennen durch Roteflaggen unterbrochen wurde. Die Streckenbedingungen hatten sich von Runde zu Runde verschlechtert. Nach gut zwei Stunden Rennunterbrechung endlich die Erlösung, dass Rennen konnte wieder aufgenommen werden. Allerdings wieder nur hinter dem Safetycar, da die Strecke noch nicht komplett abgetrocknet war. Sechs Runden später beschwerte sich der Audipilot Loic Duval über enorme Sichtprobleme aufgrund des Nebels der sich über die Strecke gesetzt hatte. Die Rennleitung entschied sofort über eine erneute Unterbrechung des Rennens. Unter angehaltener Zeit mussten die Fahrer nochmals zirka zwei Stunden in ihren Boliden ausharren und auf einen Neustart warten. Als das Wetter sich langsam über Fuji besserte, entschied man das Rennen erneut zu starten. Aber als die Motoren der Fahrzeuge angelassen wurden, kam eine weitere Regenfront vom Pazifik herüber. Das Safetycar bog in der selben Runde aufgrund des Wetters zusammen mit dem Feld in die Box ein. Das Rennen wurde somit eine Stunde vor Schluss beendet, da keine Besserungen der Wetterlage in Sicht war.

Das Ergebnis

Laut Reglement müssen mindestens 4 Stunden gefahren werden um eine Vollständige Wertung durchzuführen. Die Leitung entschied jedoch eine Stunde vor dem Regulärem Ende das Rennen vorzeitig zu beenden. Da die nötige „Mindestzeit“ nicht zu Stande kam, bekommen alle Fahrer nur die hälfte der regulären Punktzahl. Mehr zu den Platzierungen und den Veränderungen in den einzelnen Meisterschaften folgen in den Rennauswertungen zur LMP und LMGTE.