FIA beschließt Änderungen für 2016

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Gestern am späten Abend tagte in Paris das Motorsportgremium der FIA um die Änderungen für alle Rennserien zu beschließen. Ein Punkt auf der Tagesordnung war die WEC-Saison 2016 und die Verabschiedung des neuen Kalenders.

Im kommenden Jahr wird die FIA WEC erstmals neun Saison-Läufe austragen. Auf dem gestrigen Treffen bestätigte das Gremium den ausgearbeiteten Plan der Serien-Veranstalter, die Anzahl um ein Rennen anzuheben. Nach dem in diesem Jahr die 6 Stunden vom Nürburgring als Ersatz für Brasilien eingeplant wurden, folgt 2016 ein weiterer Neuzugang. Erstmals in der Geschichte der WEC wird es die 6 Stunden von Mexico-City geben.

Ob dieser Lauf aber auch wirklich ausgetragen wird ist noch offen, da diverse Teams schon mit bekanntwerden des Kalender Bedenken geäußert haben. Der Lauf war ohne Rücksprache mit den Teams aufgenommen wurden und sorgt für zusätzliche Kosten, welche in den einzelnen Plänen für 2016 nicht berücksichtigt waren. Darüber hinaus ist noch die Vertragsunterzeichnung zwischen Veranstalter und Streckenbetreiber offen.
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Neben dem Kalender wird es auch Änderungen beim technischen Reglement geben. Der von ACO und FIA ausgearbeitete Maßnahmenkatalog wurde in allen Punkten abgesegnet und tritt damit in Kraft. Bei den LMP1-Fahrzeugen wird es Anpassungen bei den Hybrid- und Aerodynamik-Vorgaben, der Nutzung von Windtunneln und der Begrenzung der Testtage geben um die Kategorie attraktiver für Neueinsteiger zu machen. Detail zur genauen Ausführung folgen demnächst.

In der LMGTE folgt 2016 ein neues Reglement, welches in allen Bereichen überarbeitet wurde. Nach dem die Umsetzung schon eher beschlossen wurde, stand nun eine Ergänzende Reglung auf dem Plan um die Sicherheit zu erhöhen. Mit dem kommenden Jahr müssen alle LMGTE künftig über Sicherheitsnetzte in Fahrernähe verfügen, um bei einer Kollision schwere Verletzungen zu vermindern.

Die Netze müssen dem FIA-Standard 8863-2013 entsprechen, die selben Modellen wie sie bereits in den GT3-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Ohne funktionsfähiges Sicherheitsnetz bekommt das Fahrzeug keine Startfreigabe für das jeweilige Rennen.

Via: FIA WEC Pressemeldung
Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)