Ferrari zufrieden mit Calado

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Im vergangenen Jahr fuhr der junge Brite James Calado noch erfolgreich in der GP2 Serie mit. Als Testfahrer von Force India konnte er im Jahr 2013 auch schon erste Formel 1 Erfahrungen sammeln. Der Schritt aus der Juniorserie in die Formel 1 schien für Calado schon fast perfekt. Doch am Ende kam alles anders als gedacht. Talent allein reicht heutzutage nicht mehr um in die „Königsklasse“ aufzusteigen, man muss auch eine Menge Geld im Schlepptau haben. Sonst ist man für Teams in der Formel 1 nicht Interessant und hat keine Chance. Da dem schnellen Briten solch hohe Geldmengen nicht zur Verfügung standen platzte der Traum vom Formel 1 Debüt.
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Aber immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Nachdem er ohne Cockpit war ging für James Calado ein Kindheitstraum in Erfüllung, er bekam ein Vertragsangebot von Ferrari vorgelegt. Denn anders als in der Formel 1 wo das Geld im Mittelpunkt steht wenn es um die Auswahl neuer Fahrer geht, schaut man in der WEC auf das Talent des Piloten.
Da der Umstieg vom Formelwagen in den Sportwagen riesig ist, hatte man bei Ferrari gehofft, dass James Calado so viel Erfahrung wie möglich sammeln kann und dabei die bestmöglichsten Plätze einfahren wird. Doch was der GP2-Star am vergangenen Wochenende in Spa-Francorchamps ablieferte, verblüffte die Motorsportwelt. Zusammen mit seinem Teamkollegen Davide Rigon, kämpfte er in seinem zweiten WEC-Rennen gegen Rennsportgrößen wie Gian-Maria Bruni oder Patrick Pilet um die Spitze. Nach einem starken 6-Stunden-Rennen reichte es für Calado und Rigon für den dritten Platz in der GTE-Pro Klasse. Da sogar Ferrari von der Leistung ihres Juniors überrascht war, richtet man nun alle Augen auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und rechnet sich gute Chancen aus.