Im Rahmen des hauseigenen Jahresabschluss-Events präsentierte Ferrari sein Hypercar 499P erstmals der Öffentlichkeit. Das Fahrzeug ist eine Hommage an die eigene Historie in Le Mans.

Vor genau 50 Jahren gab sich Ferrari ein letztes Mal im Langstreckensport die Ehre. Damals bestritt der Sportwagenbauer mit dem 312P ein letztes Mal die 24 Stunden von Le Mans in der Spitzenklasse, bevor eine lange Pause folgte. Diese findet im kommenden Jahr ein Ende, denn mit dem 499P geben die Italiener ihr Hypercar-Debüt.

Das neue Fahrzeug kommt in traditioneller roter Lackierung daher, die angelehnt ist an jenes Fahrzeug vor 50 Jahren. Um die Brücke zur Vergangenheit zu komplettieren, gibt es für einen der beiden Wagen die Startnummer 50 auf der Motorhaube. Im Inneren arbeitet jedoch neuste Technik, die sich nicht verstecken muss:

  • Ein 4-Rad-Antrieb
  • Ein V6-Twinturbo-Motor (basierend auf dem Aggregat des Ferrari 296 GT3)
  • Ein Hybridantrieb mit separatem Elektroaggregat und einer Leistung von 500 kW
  • Ein Energie-Rückgewinnungssystem (ERS) mit einer Leistung von 200 kW
  • Ein 900V Akku basierend auf jenem in der Formel 1
  • Ein Gesamtgewicht von 1030 KG

Der neue Ferrari 499P ist ein Hypercar basierend auf dem LMH-Reglement. Ausschlaggebend dafür war die interne Vorgabe, dass jeder Teil des Wagens von Ferrari selbst stammen sollen. Optisch basiert das Design des Fahrzeugs auf jenem Aerodynamik-Konzept, welches mit dem Ferrari Daytona SP3 eingeführt wurde. Ein besonderes Highlight ist dabei der doppelte Heckflügel. Der obere Flügel ist frei konfigurierbar, je nach Strecke, während sich im unteren die sogenannte „light bar“ versteckt. Hierbei handelt es sich um ein neues Rücklicht-Konzept in Form einer durchgehenden LED-Leiste.

Eingesetzt wird der Ferrari 499P durch das Werksteam AF Corse, jedoch ab 2023 unter dem offiziellen Ferrari-Banner. Über die genaue Fahrerwahl der beiden Hypercars gibt es aktuell noch keine Informationen. Sollte alles nach Plan verlaufen, findet das Debüt im März 2023 bei den 1000 Meilen von Sebring statt.

Bilder © Ferrari-Mediacenter


Tobias

Tobias ist Chefredakteur und einer der Gründer von WEC-Magazin.