Der Audi R18 im Jahr 2012

Die Geburt der WEC

Es vergingen 20 Jahre bis die FIA und der ACO ihre Streitigkeiten überwunden hatten. Im Jahr 2011 folgte schließlich der Beginn einer neuen Ära. Zusammen wollten beide einen Neuanfang wagen und wieder eine Weltmeisterschaft für Sportwagen und Prototypen austragen. Das Resultat dieser Zusammenarbeit war die World Endurance Championship, welche 2012 ihr Debüt feierte. Beide Parteien hatten aus ihren Fehlern gelernt und versuchten nun mit klar geregelten Gewinn- und Zuständigkeitsbereichen wieder eine Spielwiese für die Automobilindustrie zu schaffen. Das oberste Ziel sollte sein, die Regeln so gering wie möglich zu halten um genügend Spielraum für neue Technologien zu bieten.

Die ersten drei Jahre hat die WEC gut überstanden. Nach anfänglichen Problemen die entsprechende Aufmerksamkeit bei den Autobauern zu gewinnen, scheint es nun langsam aber sicher in die richtige Richtung zu gehen. In der Prototypenklasse LMP1 hat sich nach Audi und Toyota auch Porsche dazugesellt. Weitere Hersteller stehen bereits in den Startlöchern um in den nächsten Jahren ebenfalls mitzufahren. Nach dem Grundkonzept von 2012, folgte mit der Saison 2014 die erste große Überarbeitung der LMP-Regularien. Schwierige und zu strenge Passagen wurden entfernt und alles noch freizügiger gestaltet. Der Anfang ist geglückt und auch die Motorsportfans entdecken die WEC zunehmend für sich. Es bleibt jedoch immer die Gefahr im Rücken das es zu einer großen Auseinandersetzung zwischen FIA und ACO kommt und die Weltmeisterschaft wieder ins Wanken gerät.