ELMS: Vorschau auf heißes Finale in Portugal

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Thiriet
Es ist soweit, die European Le Mans Series (ELMS) startet an diesem Wochenende in die finale Runde. Auf dem portugiesischen Rundkurs Estoril wird die Juniorserie der FIA WEC das letzte mal in diesem Jahr an den Start gehen. Doch langweilig dürfte das 4-Stunden-Rennen auf keinen Fall werden, denn abgesehen von der LMP3-Klasse sind noch alle Meisterschaftskämpfe offen. 

LMP2

In der LMP2-Klasse ist es der Prototyp vom Team Jota Sports, welcher mit seinen Fahrern Simon Dolan, Harry Tincknell und Filipe Albuquerque die Tabelle anführt. Mit vier Podestpläten inklusive einem Sieg und drei Polepositionen, weiß die Mannschaft rund um den Wagen #38 wie man ein Rennen dominiert. Doch „nur“ an der Spitze mitfahren zählt an diesem Wochenende in Portugal nicht für das Team. Jota Sports muss vor dem Rivalen von Graves Motorsport #41 landen um die Meisterschaftskrone zu gewinnen. Denn das Trio Jon Lancaster, Bjorn Wirdheim und Gary Hirsch im Gibson-Nissan liegen nur einen Punkt hinter den Vorjahresmeistern.

Der Underdog wird an diesem Wochenende das Team Thiriet by TDS Racing sein. Die Mannschaft liegt mit ihrem LMP2-Boliden 10 Punkte hinter den Führenden und wird alles daran setzten in Estoril erfolgreich zu sein. Mit einer Pole und dem Rennsieg hätten Pierre Thiriet und Ludovic Badey immer noch beste Chancen als Meister aus der Saison 2015 zu gehen. Jedoch dürften Jota und Graves dabei im Rennen nicht besser als Rang drei sein. Zur Unterstützung holt sich die Thiriet Mannschaft an diesem Wochenende den diesjährigen Le Mans LMP2 Sieger Nicolas Lapierre ins Auto. Der Franzose hat zwar keine Chance auf den Fahrertitel, wird jedoch alles geben um seine neuen Teamkollegen im Kampf zu unterstützen.

LMGTE

In der LMGTE-Klasse sind es sechs Teams welche noch mögliche Chancen auf den Titel haben. Der Ferrari 458 von Formula Racing ist jedoch mit einem Vorsprung von 19 Meisterschaftspunkten dem Sieg am nächsten. Dank der Triumpfe in Österreich und Frankreich konnten die Piloten Andrea Rizzoli, Mikkel Mac und Johnny Laursen die Tabellenführung übernehmen und genießen ein angenehmes Polster auf die Verfolgergruppe.

Allerdings ist bis zur letzten Runde des Rennens nichts sicher und es kann allerhand passieren. Auf einen solchen glücklichen Zwischenfall spekuliert die MarcVDS Mannschaft im BMW Z4. Das Team rund um die Fahrer Henry Hassid, Jesse Krohn und Andy Priaulx steigerten sich von Rennen zu Rennen und ist nun bereit zum aller letzten mal in der LMGTE anzugreifen. Die Belgier, welche nach der Saison 2015 komplett aus dem GT-Sport aussteigen werden, müsste jedoch in Portugal siegen und auf einen achten Platz der Tabellenführer hoffen um noch Meister zu werden.

Neben Formula Racing (73 Punkte) und MarcVDS (54 Punkte) haben noch vier weitere Teams aufgrund der noch 26 möglichen Meisterschaftspunkte, die Chance auf den LMGTE-Titel. Diese Teams sind Nummer #55 von AF Corse (51 Punkte), die Nummer #88 von Proton Competition (50 Punkte), die Nummer #66 von JMW Motorsport(49 Punkte) sowie die Nummer #56 von AT Racing(47 Punkte).
Ferrari #62

GTC

Während Ferrari in der LMGTE-Klasse von BMW gejagt wird, ist es in der GTC anders herum. Hier ist es der BMW Z4 von TDS Racing mit seinen Fahrern Franck Perera, Dino Lunardi und Eric Dermont an der Tabellenspitze. Dreizehn Punkte dahinter liegt der AF Corse Ferrari #62. Das französische Trio führt nach den Siegen in Silverstone und Le Castellet, doch der Verfolger-Ferrari von Stuart Hall und Francesco Castellacci schaffte es ebenfalls in dieser Saison zwei Siege einzufahren. Falls AF Corse das Rennen gewinnen würde, müsste die führende TDS Mannschaft das Wochenende mindestens auf dem dritten Rang beenden um den Titel zu holen.

LMP3

In der LMP3-Klasse wurde die Meisterschaft bereits im letzten Rennen entschieden. Sir Chris Hoy und Charlie Robertson fuhren in Le Castellet erneut der Konkurrenz davon und sicherten sich somit den ersten LMP3-Titel überhaupt. Somit wird der Lauf in Portugal ein Rennen um die Ehre. Zusätzlich debütiert der neue Prototyp JS P3 von Ligier in der Klasse und es wird interessant zu beobachten, ob der Wagen den Ginettas gefährlich werden kann.

Die komplette Tabellenübersicht der ELMS findet ihr hier.

Um 13:00 Uhr Ortszeit werden die 30 Fahrzeuge dann in das große Finale am 18. Oktober starten. Das gesamte Rennen könnt ihr wie gewohnt am Sonntag live auf WEC-Magazin verfolgen.

Hier findet ihr den Zeitplan sowie die Starterliste zu den vier Stunden von Estoril.

Bilder: WEC-Magazin (Walter Schruff)
via: Europeanlemansseries.com