ELMS: Start-Ziel-Sieg für Jota in Österreich

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Es war das Rennen von Jota Sport. Unter strahlender Sonne mit den österreichischen Alpen im Hintergrund startete das junge Team aus Großbritannien und sicherte sich in einem Kopf-an-Kopf Duell den Sieg vor Thiriet by TDS. Ebenfalls sehr dominant war der italienische Sportwagenbauer Ferrari, welcher mit einer Vielzahl von Werks- und Privatwagen angereist war und den beiden GT-Klassen seinen Stempel aufdrückte.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite in Österreich als Jota Sport von der Poleposition ins Rennen ging. Dank eines guten Starts konnte sich der Jota bereits nach kurzer Zeit mit 13 Sekunden Vorsprung absetzten. Der Thiriet by TDS hatte es hingegen nicht so leicht und musste sich über viele Runden gegen die #33 von Eurasia Motorsport verteidigen. Durch einen vorgezogenen Boxenstopp schaffte es Eurasia Motorsport nach einer Stunde schließlich, sowohl am Thiriet als auch am Jota vorbei zu gehen und die Führung zu übernehmen. Als der Jota seinen Stopp beendet hatte, setzte er die #33 unter Druck und konnte nach einem glücklichen Bremsmanöver wieder auf die erste Position fahren.
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Nach dem alle Fahrzeuge ihre ersten Stopps absolviert hatten, folgte über die nächsten Stunden eine Vielzahl von kleineren und größeren Safety Car Phasen. Während manche Fahrzeuge aus dem nichts Teile verloren, sorgten Kollisionen in LMP2 und LMP3 für eine verschmutzte Strecke. Während die beiden Prototypen-Klassen für anhaltende Spannung sorgten und durch unvorhergesehene Überholmanöver überraschten, so mussten sich auch die Fahrzeuge aus GTE und GTC nicht verstecken. Die AF Corse Werksferrari hatten es nicht leicht und mussten nach zahlreichen Angriffen die Kundenteams AT Racing und JMW Motorsport vorbeilassen, welche sich im folgenden Rennverlauf um die Führung stritten.

Nach einer ruhigen Halbzeit wurden die Nerven der Fahrer im letzten Abschnitt dann umso stärker strapaziert. Die frisch eingewechselten Piloten wollten in der Schlussphase noch mal alles geben um die ein oder andere Position gut zu machen. Was folgte, waren fliegende Trümmerteile und der Einsatz des Safety Cars. Eine Stunde vor Schluss, als es zu einem erneuten Restart kam, verlor der SMP Racing Pilot beim anbremsen das Heck und schlug frontal in die Streckenbegrenzung kurz vor der ersten Kurve ein. Der Frontpartie des Wagens war komplett zerstört, der Fahrer jedoch unverletzt. Eine Safety Car Phase später stieg die Anspannung im Feld und in den verbleibenden Minuten war der Druck zur Verbesserung noch größer geworden. Der Marc VDS BMW war mitten im Kampf um das GTE-Podium als er vor Kurve neun die blaue Flagge gezeigt bekam und den Murphy vorbeilassen sollte. Doch der BMW-Pilot regierte zu spät und drehte den Murphy, welcher durch die zu enge Lücke wollte. Kurz vor Schluss rutschte der Thiriet by TDS Oreca aus und drehte sich mitten auf der Strecke. Dank des Vorsprungs konnten die Franzosen ihren 2. Platz jedoch behaupten.
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In der LMP2-Klasse konnte sich Jota trotz aller Hürden an der Spitze halten und einen Start-Ziel-Sieg einfahren. Auf Position zwei fand sich mit viel Glück noch der Thiriet by TDS gefolgt vom SMP #37 wieder. Den LMP3-Sieg holte sich das Team LNT (#3) mit einen bequemen Vorsprung auf den Villorba Corsa und dem Schwesterfahrzeug, welches sich die Position drei sicherte. Den ersten Platz der LMGTE holte sich Formula Racing im Ferari 458 Italia nach einem sehr engen Schlusssprint mit den beiden AF Corse Ferrari, welche auf zwei und drei fuhren. Etwas erfreulicher lief es in der GTC-Wertung, wo sich AF Corse den Sieg vor dem TDS-BMW und dem Aston Martin von Massive Motorsport, welche zum ersten mal das Ziel erreichten.

Bildquelle: WEC-Magazin (Walter Schruff)