Einmal um die Welt: WEC-Logistik mit der DHL

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img06Jedes Jahr legt die WEC tausende Kilometer zurück, um Rennen in den verschiedensten Ländern zu bestreiten. Die Fans haben in erster Linie nur die Teams und deren Fahrzeuge im Blick. Doch was vielen  verborgen bleibt, ist der Aufwand hinter den Kulissen. Wir haben das Team von DHL Global Forwarding bei der Arbeit begleitet und uns den Transport einer Weltmeisterschaft genauer angeschaut.

Während Teams aus europäischen Rennserien wie der ELMS ihre Transporte oft mit eigenen LKW zurücklegen, sind die Teilnehmer der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf Hilfe angewiesen. Die DHL übernimmt als Logistikpartner der WEC diese Aufgabe und transportiert die Fracht zu allen Überseestrecken.

In 40-Fuß-Container wird ein Großteil der Ware wie Reifen, Treibstoff, Boxenausstattung, Werkzeug, Maschinen, Bandenwerbung, Funkgeräte verstaut und auf Schiffen verladen. Etwa zeitgleich mit der Ankunft der Seefracht am Zielhafen treffen die Nachlieferungen mit Schmierstoffe, Reinigungsmittel und Ersatzteile von den Hauptsitzen der Teams ein.

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Alle Empfindlichen Teile werden separat verpackt und auf dem Seeweg verschickt.

Nachdem die Container mit lokalen LKW zur nächsten Strecke transportiert wurden, folgen kurze Zeit später auch die Fahrzeuge. Die 33 Rennwagen, drei Safety Cars und ein T-Car sowie weitere Ersatzteile und Boxen-Equipment werden mit mehreren Frachtflugzeugen vom Typ Boeing 747 angeliefert. In den Maschinen sind die Wagen mithilfe spezieller „Car Racks“ gestapelt und sicher verstaut. Nach der Sprengstoffkontrolle durch die örtlichen Behörden am Zielflughafen, geht es dann auch für die Fahrzeuge zur Strecke.

Mit Beginn der freien Trainings am Freitag startet das Team der DHL bereits mit den Vorbereitungen für den sogenannten „Outbound“ (Abtransport). Zusammen mit den Teams werden die Ladelisten erstellt und die Organisation des nächsten Transportes finalisiert. Am Renntag können die Logistiker dann durchatmen und das Rennen genießen, bevor es in die nächste heiße Phase geht und das Spiel von neuem beginnt.

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Ohne Expresslieferungen wie dieses Monocoque währe für manches Team eine Teilnahme am Rennen nicht möglich.

Man könnte meinen, das alles über die Zeit zur Routine wird – doch weit gefehlt! Zu jedem Rennen gibt es neue logistische Herausforderungen für das Team. So kommt es zum Beispiel vor, dass ein Charterflugzeug aufgrund behördlicher Schwergänge eine Verspätung hat und nachts um 2 Uhr abgeladen werden. In anderen Fällen benötigte ein Team dringend ein neues Monocoque aus Frankreich, was innerhalb weniger Stunden zum Finale in Bahrain geliefert werden muss und die Logistik-Crew vor eine neue Aufgabe stellte.

Der Aufwand um eine Weltmeisterschaft wie die WEC um den Globus zu bewegen ist gewaltig. Allein 2016 werden 22 Charterflüge mit rund 2.100 Tonnen Fracht bewegt. Hinzu kommen 198.000 Liter Kraftstoff, 10.000 Reifen und 200 Expresssendungen, die benötigt werden um alles zu ermöglichen. Mit jedem Jahr steigen diese Zahlen und auch der Aufwand für die DHL wird größer. Wir dürfen gespannt sein, welche Möglichkeiten in Zukunft zum Einsatz kommen um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Bilder: WEC-Magazin