Die Regeländerungen 2016 im Überblick

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Auf seiner letzten Sitzung verabschiedete der Motorsportrat der FIA eine Vielzahl neuer Paragraphen und Regeln. Eine Rennserie, über die Abgestimmt wurde, war die FIA WEC. Mit dem jüngsten Beschluss des Motorsportrats werden 2016 einige Regeln in Kraft treten. Wir haben alles wichtige in diesem Artikel zusammengetragen.

Bereits im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans hatten FIA und ACO Angst, dass man den bisherigen Rundenrekord aufgrund der modernen Hybrid-Technik unterbieten könnte. Es dauerte nicht lange und aus der Theorie wurde Realität. In den Augen der Verantwortlichen stellt allein die Möglichkeit, dass man auf einer temporären, teil-öffentlichen Rennstrecke solche Zeiten erreicht, ein zu großes Sicherheitsrisiko dar. Nach dem der Streckenrekord geknackt wurde, kündigte man eine Leistungsbegrenzung für das Folgejahr an.

Mit der kommenden Saison werden FIA und ACO für die 24 Stunden von Le Mans eine Energiemengenbeschränkung bei den LMP1-Fahrzeugen einführen. Um die Sicherheit bei dem Klassiker zu gewährleisten und ein Abheben der Fahrzeuge zu verhindern, dürfen pro Runde maximal 300kw verbraucht werden. Sollte ein Wagen wie z.B. der Toyota über mehr kw pro Rund verfügen, so muss die Leistungsreduzierung durch eine Begrenzung des Verbrennungsmotors herbeigeführt werden. Die Elektro- bzw. Hybridsysteme dürfen nicht gedrosselt werden und müssen in ihrer vollen Leistung zur Verfügung stehen. Während direkt nach Bekanntgabe die Befürchtung aufkam, dass die Energiemengenbeschränkung für die ganze Saison gilt, so folgte kurz darauf ein Nachtrag, das diese Regelung nur in Le Mans Anwendung findet und alle anderen WEC-Rennen ohne Zusatzdrosselung ausgetragen werden.

Über die „Le Mans Sonderregel“ hinaus wurden einige kleinere Sicherheitsrelevante-Änderungen in den unterschiedlichsten Bereichen vorgenommen, um das Schutzlevel für alle Beteiligten der LMP1-Teams zu erhöhen. Für die LMP2-Klasse wurden ebenfalls zusätzliche Sicherheitsmahnen verabschiedet, welche sich in einem ähnlichen Umfang wie die der LMP1 bewegen. Zusätzlich wurde die Motorenbegrenzung angepasst. Während man in diesem Jahr für den Prolog einen Antrieb aus dem Kontingent verwenden musste, ist dies nun nicht mehr nötig. Für die offiziellen Testtage können die LMP2-Mannschaften beliebig viele Zusatzmotoren verwenden, welche nicht angerechnet werden.

Abschließend wurde eine Klassenübergreifende Änderung im Verhalten bei roter Flagge beschlossen. Wird ein WEC-Rennen mit schwenken der roten Flagge unterbrochen, so müssen sich alle Fahrzeuge unverzüglich zum Startbereich begeben. Während dieser Runde sind von nun an nur noch 80 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt. Sollte ein Wagen schneller unterwegs sein, wird dieses Verhalten mit hohen Strafen im Rennverlauf geahndet.

Quelle: FIA Pressemeldung / Autosport.com
Bildquelle: WEC-Magazin (Walter Schruff)